239
Officicr mit. Bei der Organisirung dieser Wölfe kam er 1772 in das 2. Regimentund zog als Lieutenant, seit November 1784 liiezu befördert, in den Ttirkenkricg.
Seine ausgezeichnete Haltung bei der Verteidigung der voteranisclienII ö lile machte ihn berühmt. DipsoIIöhlc erlangte seit anderthalb hundert Jahren inder Kriegsgeschichte Österreichs gegen die Türken einen bedeutsamen Namen. Sicliegt am linken Donauufer Stunde aufwärts der Festung Neu-Orsowa, zwischenden Dörfern Dubowa und Plaviseliewicza. Die Donau wird hier in ihrem Lauf sobeengt, dass von der Höhle und ihren Verschanzungen aus die Fahrt derartgesperrt werden kann, dass kein Schiff es wagen darf die Durchfahrt zu versu-chen, ohne Gefahr zu laufen in Grund gebohrt zu werden. Auch im Türkenkriegewar die Aufgabe der Besatzung jenes Punctes, die feindliche Verbindung auf demStrome zu hemmen, welche, so lange die Höhle in unseren Händen blieb, vollkommenerreicht wurde. Ursprünglich bestand die Besatzung aus zwei Compagnien deswalachisch - illyrischen Grenz - Regiments unter Hauptmann Haliowatz mit11 Kanonen. Nach dem Vorrücken der Türken über Xuppanek wurde der MajorBaron Stein von Brecliainville-Infanterie Nr. 25 mit seinem Bataillon noch dahinbeordert. Am 10. August 1788 entsendeten die Türken 30Tschaiken und GPatrouill-schiffe Donau aufwärts zum Angriffe der Verschanzungen; mussten aber mit einemVerluste von 4 Schiffen abziehen. Gleichzeitig waren über Xuppanek 7000 Türkenangerückt, um den Punct zu cerniren, welches nach dem Rückzuge der kais. Armeekeine Schwierigkeiten bot; sie trieben alle auswärtigen Vorposten zurück, die sichnun mit der Besatzung in einer tamhourirten Redoute vereinigten, welche ausserhalbdes Berges angelegt war. Diese Redouto war jetzt von 5000 Spaliis zum wieder-holten Male angegriffen, von den kais. Truppen aber mit unerschütterlichem Muthevertheidigt worden. Major Stein, von der höchsten Anhöhe Zeuge dieses Ereig-nisses, zog den Rest der Mannschaft seines Bataillons zusammen, um sie zu entsetzen.Allein die Türken hatten mittlerweile die Redoute so umrungen, dass ihm nichtsübrig blieb als diese tapfere Truppe, 4 Officiere und 412 Mann, ihrem Ileldenmuthczu überlassen und sich mit dem Reste seines Bataillons in die Höhle zu werfen,deren Erhaltung und Vertlieidigung ihm anvertraut war. Der Rückzug gelang, aberdie Helden der Rodoute unterlagen beim sechsten Sturme der Übermacht desFeindes und besiegelten ihre Treue mit dem Tode. Major Stein hatte die Höhlebis zum 30. August ruhmvoll vertheidigt und sich dann die ehrenvollste Capitulationerkämpft. Dass dies gelang, war zunächst das Verdienst des Artillerie-LieutenantsVoith. Dieser hatte sich zur Vertlieidigung freiwillig angetragen. Seine sehrgeschickt aufgeführten Schutz arbeiten, sein aufmunterndes standhaftes Verhalten,das wohlgezielte und kräftig unterhaltene Feuer aus seinen Geschützen, erfüllteselbst den Feind mit Bewunderung, und als die Übergabe erfolgen musste, liesssich der Grosswesir den Commandanten der Artillerie vorstellen, und war desLobes voll für seine ausgezeichnete Haltung.