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1 (1857)
Entstehung
Seite
207
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andere Male zurück und verbreitete einen solchen Schrecken in den feindlichenReihen, dass es Friedrich nicht mehr möglich war, sie zum sechsten Male vor-zubringen. Derbrave Siskovitz wurde beim letzten Angriff schwer verwundet,liess sich aber nicht eher vom Kampfplatze wegbringen, bis er die Feinde geschlagensah. SeinHeldenmuth wurde durch die Beförderung zum General-Major und durchdas Kleinkreuz belohnt, um welches das ganze Officier-Corps, während er nochan seinen Wunden darniederlag, für ihn hei dem Kaiser gebeten hatte.

Im Jahre 1758 half er mit L o u d o n den preussischen Convoi hei Domstädtlüberfallen und zerstören, wodurch der König bemüssigt war die Belagerung vonOlmiitz aufzuheben. In der Schlacht bei II o c h ki r c h hatte Siskovitz mit seinerGrenadier-Brigade und dem Regimente Erzherzog Karl vor Tagesanbruch dieAnhöhe, welche mit zwei Redouten gekrönt war, erstürmt, deren Besatzung, siebenBataillone, in die Flucht geschlagen, alle Kanonen und Zelte daselbst erbeutet unddie eroberte Stellung behauptet. Schwer verwundet musste er aus dem Gefechtgebracht werden.

Den folgenden Winter commandirte er sämmtliche Postirungen von Arnaubis an die mährische Grenze, übernahm 1759 wieder seine Grenadier-Brigade undzeichnete sich bei Maxen, wo seine Grenadiere über Gräben und Schluchten auf dieAnhöhe vordrangen und den Feind zur Flucht zwangen, erneuert aus.

ImFcldzuge des Jahres 1760, der zumeist ausManoeuvrcnundMärschen bestand,war er Chef des General-Stabes beim Fcldmarschall Daun; auch hatte er für diesenFeldzug in Siebenbürgen 4 Infanterie- und 2 Reiter-Regimenter errichtet.

Nach demFriedensschlussewurde erIlofkriegsrath und zur Commandeur-würde erhoben.

Im Jahre 1767 mit der Ernennung zum c o m m an dir e n d e n General in Galizienzum Feldzeugmeister befördert, kam er später ingleicher Eigenschaft nach Böhmen.

Siskovitz verwendete seinen ganzen Eifer auf die Abrichtung der Truppenund auf die Einführung des neuen Militärsystems. Er war ein trefflicher Exercier-meister und hielt hauptsächlich viel darauf, die Mannschaft im Scheibenschiesseneinzuüben und sie den Vortheil ihrer Waffen erkennen zu lassen.

Er starb zu Prag am 4. Februar 1783.

ßOUYROY, Johann Theodor Freiherr, Feldzeugmeister, Inhaber einesArtillerie-Regiments, im Luxemburgischen 1727 geboren, in Sachsen, wo seinVater als Artillerie - Oberlieutenant diente, ausgebildet, wurde 1753 aus säch-sischen Diensten als ILauptmann in die kaiserliche Artillerie aufgenommen.

Seine Talente waren seine Empfehlung.

Die Friedensepoche benützte Rouvroy zur Vervollkommnung der Waffe mitjener unermüdeten Rastlosigkeit, welche ihn durch sein ganzes Leben auszeichnete. DerErfolg dieser B emühungen zeigte sich bald. Die Gefechte bei Domstädtl und II o 1 i t z