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Regimente vormarscliiren zu dürfen. Nach erhaltener Bewilligung rückte er inbester Ordnung dahin und griff die Preussen im Verein mit dem Regimente Wiedso lebhaft an, dass sie bald in die Flucht geschlagen wurden.
Während die Schlachtordnung zum Treffen bei Torgau formirt wurde,machte er dem General Wied die Vorstellung, dass das Dorf Siptitz ein Postenvon sehr grosser Wichtigkeit sein würde; zugleich bot er sich an, die Verteidigungdesselben zu übernehmen. Kaum hatte der tapfere Fürst mit einem Bataillon seinesRegiments im Dorfe Stellung genommen, als der preussische General Tettenbornmit 5 Bataillonen gegen dasselbe anrückte. Die Preussen, welche die wichtigenVorth eile, die ihnen die Eroberung dieses Postens gewähren würden, sehr gutkannten, wendeten alles Mögliche an, um die Standhaftigkeit unseres Bataillonszu brechen und selbes zu vertreiben. Allein der heldenmüthige Oberst traf sotreffliche Vorkehrungen und eiferte seine Leute zu einem so unüberwindlichenWiderstande an, dass er sich bis 9 Uhr Nachts auf seinem Posten behauptete.undselben erst dann verliess, als ihn Feldzeugmeister Wied, bei dem Umstande,dass Ziethen mittelst eines zwischen den Schafteichen entdeckten Dammes dieAnhöhen vor dem Dorfe gewonnen hatte, selbst abholte. Obgleich verwundet, blieber doch der Letzte am Platze, wurde aber, da er sich auf dem Schlachtfelde ver-binden liess, von einigen zersprengten feindlichen Husaren gefangen genommen.
Zum General-Major und im Jahre 1763 zum Commandeur erhoben, verliehihm die Kaiserinn, in Anbetracht seines uralten, selbst auf den polnischen Throngelangten Geschlechtes und seiner vielen militärischen Verdienste, den böhmischenFürstenstand mit dem Rechte der Erstgeburt. Später wurde der Fürst commandirenderGeneral in Ober-Österreich, 1771 Feldzeugmeister und wirkte nach besten Kräftenbei der Einführung des neuen Militärsystems. Er verschied zu Wien am 3. März 1773.
SlSKOVITZ, Joseph Graf, Feldzeugmeister, Inhaber des 37. Infanterie-Regiments , stammte aus Ungarn und kam im Jahre 1719 in Szegedin zur Welt.Mit 19 Jahren begann er seine militärische Laufbahn bei der Infanterie, machte denErbfolgekrieg mit Auszeichnung mit und war bei Beginn des siebenjährigen KriegesOberst im 2. Infanterie-Regimente Erherzog Karl. Als Siskovitz mit demsel-ben in der Schlacht bei Kollin gegen den Feind rückte, sprach er zu dem Oberst-Lieutenant de Vettes: „Mein Freund, heute wollen wir uns das Ordensband ver-dienen.“ Eine preussische Oolonne stürmte aus dem Dorfe Chotennitz heraus undwarf sich auf das Regiment. Der Feind wurde mit einem wirksamen Musketenfeuerempfangen, und als er zu wanken anfing, attaquirte ihn Siskovitz rasch und warfihn wieder in das Dorf zurück. Der König von Preussen war an diesem Haupt-puncte zugegen. Er selbst sammelte seine in Unordnung gebrachten Truppen undführte sie nochmals durch das Dorf gegen die Österreicher. Aber das tapfere Re-giment unter seinem heldenmüthigenFührer warf diePreussen dieses und noch drei