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Belohnung der in diesem Zweige geleisteten erspriessliclien Dienste die Feldmar-schalls-Würde erhielt. Der Fürst lebte nun in philosophischer Ruhe zu Prag, woer am 18. December 1792 verschied.
D’ÄYASASA, Joseph Karl Graf, General der Cavallerie, Inhaber einesKürassier-Regiments, einer der tüchtigsten Cavallerie-Generale des vorigen Jahr-hunderts, war 1713 zuMons in den Niederlanden geboren. Er begann im Alter von16 Jahren beim 4. Kürassier-Regimente die k. k. Kriegsdienste und war im Jahre1751 bereits Oberst-Lieutenant. Im August 1752 zum Obersten im Regimentebefördert, kam er im Mai 1757 zu Hessen-Darmstadt-Dragoner Nr. 4. D’Ayasasakämpfte 1739 hei Krotzka, 1741 hei Molwitz, wo sein Regiment unter GeneralRömer Wunder der Tapferkeit that; im folgenden Jahre zeichnete er sich imTreffen hei Sachay aus, kam 1743 zur Armee am Rhein und focht 1745 heiTrautenau.
Die Schlacht bei Kollin lohnte seine Tapferkeit mit dem Kleinkreuze. DerFeind hatte das Infanterie-Regiment Puebla stark gedrängt. D’Ayasasa, dieswahrnehmend, attaquirto mit seinen Dragonern den Gegner im vollen Galopsowohl in der Flanke als im Rücken, und hieb in denselben trotz des mörderischenFeuers der Art ein, dass in kürzester Zeit 4 Geschütze in seine Hand fielen, auchdie ersten Bataillone der feindlichen Leibgarde grösstentheils niedergehauen wurden.
Nach dem Falle von Breslau escortirto er die feindliche Garnison nach Gross-Glogau und wurde um diese Zeit General-Major.
Bei dem Überfall auf Hochkirch zeichnete sich d’Ayasasa ebenfallsvorzüglich aus, indem er mit der ersten Linie der Carabiniere zu Pferde ein sehrvortheilhaftes Terrain, von welchem drei kaiserliche Grenadier-Bataillone bereitsgewichen waren, wieder erobert, besetzt und standhaft behauptet hatte.
Am 17. September 1760 vertrieb er den König von Preussen aus der vor-teilhaften Stellung zwischen Bögendorf und Kunzendorf, eroberte bei dieserGelegenheit 2 Kanonen und machte 200 Gefangene.
Vorzüglich aber legte er grosse Einsicht, Entschlossenheit und Tapferkeit inder blutigen Schlacht hei Torgau an den Tag. Er stand mit 3 Grenadier-Bataillonenund 12 Schwadronen Carabiniere auf der Anhöhe von Grosswitz, und hatte Befehl,den linken Flügel unserer Armee durch zweckmässige Vorkehrungen zu unter-stützen. Als er diesem Auftrag gemäss im Anfänge der Schlacht vorrückte, sah er,dass einige preussische Bataillone bereits angegriffen und die Unsrigen zum Weichengebracht hatten. Er nahm sogleich seine 3 Grenadier-Bataillone und das Regi-ment Erzherzog Ferdinand, und führte sie in bester Ordnung und mit grosserRaschheit gegen die Preussen an. Diese zogen sich auf den ersten Angriff mit einersolchen Eile in den rückwärts liegendenWald zurück, dass über 1000 Gefangene,welche sie schon von den Unsrigen gemacht hatten, wieder ihre Freiheit erhielten.