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1 (1857)
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mengebrachte Contributions- und Executionsgeldcr bereit Lagen, um den Prcussenmit Bedeckung abgeliefert zu werden. Uni dieses Geld dem Feinde zu entreissen,setzte er 100 Croaten auf Sei)litten, folgte selbst mit 30 Husaren und überfiel dieEscorte so unvermutliet, dass sie sich sogleich zerstreute und das Geld in seineHände fiel. Bei der Aufhebung des preussischenParteigängers Fr oidevillc durchGeneral Kleefeld (s. d.) und beiDitmannsdorf zeichnete sich Wallisch wieder-holt aus. Im Juni 1761 erhielt er von Loudon 400 Croaten und 300 Reiter, umdie Bewegungen des gegen Neisse abgoriiekten Königs zu beobachten. Er machtesich selbst mit 50 der geschicktesten Reiter so nahe an die Prcussen, dass er durchseine wichtigen und genau detaillirtcn Nachrichten den General Loudon in denStand setzte, gegen den so sehr überlegenenKönigund dessenManocuvres sich durchkunstreiche Bewegungen und Stellungen zu erhalten und alle feindlichen Absichtenzu vereiteln. Bald darauf zog sich der König wieder nach Oppersdorf zurück, undWal lisch besetzte den Posten bei Zuckmantel, eine Verfügung, welche Loudonsganzen Beifall so sehr gewann, dass er zu dessen Unterstützung noch zwei Batail-lone detachirto. Dieser Posten war in der Tliat dom Könige so ungelegen, zumaldie prcussisclie Armee Tag und Nacht beunruhigt wurde, dass 2000 Prcussen denAuftrag erhielten, Wallisch aufzuheben. Aber Wallisch erhielt Kunde vondem Vorhaben und rotirirte auf sein Unterstützungs-Bataillon, nahm dann eine sehrvortheilhafte Position, und vertrieb später die Prcussen aus Zuckmantel wieder.

Bisher war Wallisch durch Hülfe seiner Kundschafter und seines Talentesvielen gelegten Schlingen entgangen und hatte sich durch sein gefälliges Betragenund die unter seiner Mannschaft streng erhalteneDisciplin die Liebe der feindlichenUnterthanen so wohl zu erwerben gewusst, dass er von keinem, obschon er fastimmer unter ihnen war, verratlicn wurde. Aber nun wollte ihn das Geschick auchfühlen lassen, dass selbst Meister im Kriege von seinen Tücken abhängen. AlsäussersterVorposten zu Deutsch-Wette ward er in dem Augenblicke mit 9 Croatengefangen, als er entfernt vom Posten eine Brücke beschädigen wollte, welcheder Feind passiren konnte. Er wurde übrigens bald ranzionirt, und bekam auf demCantonirungsposten in Neisse ein Detachement von 1000 Mann, wo er sich dieganze Zeit vortrefflich hielt. Am 8. Jänner 1762 ging er mit 1000 Husaren und50 deutschen Reitern nahe an die Festung und erfuhr, dass der CommandantLe Grand mit zwei Bataillonen, fünf Schwadronen Husaren und vier Kanonenausmarschirt sei, theils um ihn aufzuheben, theils um in dem von uns besetztenAnthcil Schlesiens Contribution und Rccruten einzutreiben. Wallisch fasste raschden Entschluss, die Prcussen anzugreifen, und führte denselben so gut aus, dassdie feindliche Reiterei sogleich den Rücken wandte, die Infanterie aber in Carreszu retiriren begann. Wallisch verfolgte sie bis an die Thore von Neisse undverschaffte durch diesen glücklichen Streich unserem Anthoile von Schlesien aufden ganzen Winter Ruhe.