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1 (1857)
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Ausflüchte aufzuhalten suchten, um sich indessen weit genug zurückziehen zukönnen, meldete er dem General die Absicht des Feindes und trug Vieles dazubei, dass die Fliehenden eingeholt und gefangen genommen wurden. Am 12. Sep-tember 1762 marschirte der preussischeGeneral Le Grand mit 800 Mann Infan-terie und 200 Husaren aus Neisse, um das kleine Corps des Obersten Lanjus,welches zu Ilermannstadt lag, zu überfallen. Le Grand postirte zu diesem Endeseine Infanterie in den Defileen zwischenSandhiibel und Saubsdorf, um die Husaren,mit welchen er über Freiwalde ging, zu unterstützen. Da jedoch Lanjus durchseine Patrouillen und Spione von den Anstalten des Feindes genaue Kunde hatte,so eilte er mit dem grössten Theil seines Corps auf Sandhübel und griff die in denGebüschen und Defileen zerstreuten Preussen so lebhaft an, dass er sie gänzlichzerstreute, 2 Kanonen eroberte, über 100 Gefangene machte, und eben so vielebespannte Wägen erbeutete. Als der preussische General das starke Feuer inseinem Rücken und den Unfall seiner Infanterie vernahm, eilte er mit den Husarenauf Umwegen nach Neisse zurück. Oberst Lanjus erhielt das Ritterkreuz undwurde 1763 General-Major. Seine weiteren eifrigen Dienste hoben ihn im Jahre1773 zum Feldmarschall-Lieutenant, in welcher Stellung er am 22. März 1780zu Wien das Zeitliche beschloss.

WALLISCH, Christoph Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant, Commandirenderder Karlstädter Grenze, Inhaber des 7. Kürassier-Regiments, kam zu Mailand imJahre 1732 zur Welt und war nach dem Aachener-Frieden in die Armee getreten.

Gleich vom Ausbruche des siebenjährigen Krieges an, und als Adjutant desGenerals der Cavallerie Grafen Althann, hatte er so ausgezeichnete Beweise vonBravour, Einsicht und Genie an den Tag gelegt, durch seme Wachsamkeit, durcheingebraelite wichtige und verlässliche Rapporte und durch seine unermüdete Thä-tigkeitso viele nützliche Dienste geleistet, dass er im Jahre 1759 vom Cornet zumIlauptmann bei den Sluinern ernannt wurde, um sich seiner auf denVorposten zumgrösseren Vortheile des Dienstes bedienen zu können. Hier hatte er den Erwar-tungen, die man von seinen Talenten hegte, so trefflich entsprochen, dass er vonallen Generalen, unter deren Commando er diente, sehr rühmlich belobt wurde undsich das allgemeinsteZutrauen erwarb. Besonders wurde Wallisch von Loudonin den wichtigsten, geheimsten Aufträgen gebraucht, und bekam mehrmals als einnoch junger Hauptmann Detachements von tausend Köpfen unter sein Commando.Die einzelnen VorfäHe, wobei er sich besonders auszeichnete, waren folgende:

Im Winter 1759 behauptete sich Wallisch mehrere Monate hindurch aufeinem wichtigen Posten des in der Gegend von Platen gezogenen Cordons und ver-schaffte durch unermüdetes Patrouilliren und frühere Einziehung genauer Kund-schaften dem hinter sich habenden Corps eine vollkommene Sicherheit und Ruhe.Einst erfuhr er, dass bei dem Einnehmer in Schwarzenberg 20,000 Gulden zusam-