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1 (1857)
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auf die preussische Arrieregardc bei Tein in Böhmen am 9. October 1744 hatte ermit einemBataillondonOber-LieutenantHändlein von Eszterhäzy-Husarcn unter-stützt und sich zuerst ausgezeichnet. In den vielen Feldzügen, welche er mit denCroaten gemacht hatte, erwarb sich L an jus so viele Kenntnisse und Kriegserfah-renheit, und bewies bei allen Unternehmungen des kleinen Krieges so viele Bravourund Klugheit, dass er im siebenjährigen Kriege immer auf Vorposten verwendet undihm meistens die Anführung eines beträchtlichen Detachements anvertraut wurde.

Im Mai 1758 unternahm ei-, damals Oberst-Lieutenant, während die PreussenOlmiitz einschlossen, mit seinen Peterwardeinern in der Gegend von Fried-land und Lobnick detachirt, einen nächtlichen Überfall auf den preussischenPosten zu Arnsdorf, zerstreute die daselbst gestandenen feindlichen Jäger, Husarenund Freicorps-Truppen, ehe sie sich aus ihren Quartieren gänzlich gesammelthatten, tödtete über 100 Mann, machte mehrere Gefangene und erbeutete 30 Pferdemit vieler Bagage. Einige Tage darauf griff er bei Ileidenpiltsch die Bedeckungeiniger hundert Wägen an, welche von der bei Olmütz gestandenen preussischenArmee kamen und nach Troppau gehen wollten, um Proviant und Fourage zuüberführen. Nach kurzem Widerstande ergriff die Bedeckung die Flucht und eswurden über 300 Wägen mit Bespannung erobert und glücklich in Sicherheitgebracht. Bald darauf erhielt L an jus die Nachricht, dass ein preussischer Trans-port von Troppau her unter Weges, und zu dessen Bedeckung Oberst Lenoblemit seinem und dem Salmonischen Froibataillone von Sternberg nach Bährugerückt sei. Um die Bedeckung unvermutliet zu überfallen und den Transportzu hemmen, postirte sich Lanjus in der Nacht vom 7. Juni oberhalb Deutsch-Lodnitz in den Gebüschen der Sternberger Strasse. Der Transport wandte sichvon Domstädtl mit einem grossen Umweg nach Giebau, wodurch sich Lanjusausser Stand sah, etwas gegen denselben zu unternehmen. Desto glücklicheraber war er gegen den Obersten Lenoble. Kaum wusste dieser, dass derTransport Giebau erreicht hatte, so marschirte er in nachlässiger Sicherheitgegen Sternberg zurück. Unvermutliet wurde seine kleine Avantgarde von denverdeckt aufgestellten Croaten über den Haufen geworfen, und obgleich diebeiden Freibataillone sich auf eine Anhöhe zogen und mit ihren 3 Kanonen zufeuern anfingen, so rückten ihnen doch die Grenzer im Doublirschritte und mitgefälltem Bajonet, bevor sie noch gänzlich formirt waren, so ungestüm auf denLeib, dass sie sogleich ihre 3 Kanonen im Stiche Hessen und sich in den Waldflüchteten. Die Croaten verfolgten sie auch dahin, und trieben sie aus dem Gebüscheauf eine rückwärts gelegene Ebene, wo die im Hinterhalt gestandenen Husarenüber sie herfielen, und über 100 Todte und bei 400 Gefangene machten. Lanjusrückte zum Obersten vor. Bei der Unternehmung des Generals Beck auf dieBesatzung von Grünberg im August 1759 wurde L anjus an dieselbe abgeschickt,um sie zur Übergabe aufzufordern. Da ihn nun die Preussen durch verschiedene

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