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1 (1857)
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vertheidigen. Bei den hierauf erfolgten und mehrmals mit grösster Lebhaftigkeitwiederholten Angriffen des Feindes bekam der bravo Pi za einen starken Schuss indie Brust. Allein er liess sein Hemd und Sacktuch zerreissen, seine Wunde schnellverbinden 7 und setzte sich wieder zu Pferde. Sein Zureden, noch mehr aber seineganz mit Blut gefärbte Uniform eiferte auch die Truppe zu einer solchen Standhaf-tigkeit an, dass die Preussen endlich ihr Vorhaben aufgeben und sich über dasWasser zurückziehen mussten. Pi za erhielt das Bitterkreuz und 1764den Frei-herrnstand. Er rückte nach und nach bis zum Obersten imRegimente vor; doch dieim Kriege erhaltenen Biossuren nöthigen ihn die Feldkriegsdienste 1783 zu ver-lassen. Er wurde seiner Kenntnisse und Erfahrung wegen als General-Major zumCommandanten der Festung Essegg ernannt, wo er mit unermüdetem Eifer wirkteund im October 1792 sein ausgezeichnetes Leben endete.

HAM, Johann Wilhelm de Colins, Chevalier de,Oberst, aus Belgien vonaltem Adel stammend, war zu Brüssel geboren. Im 22. Lebensjahre (1751) bereitsHauptmann bei Arenberg-Infanterie Nr. 21, kam er später zu dArberg Nr. 55 undmachte mit diesem Regimente den siebenjährigen Krieg mit. Bei Görlitz(8. August 1757) erstieg H a m mit seiner Grenadier-Compagnie der Erste dasfeindliche Retranchement, und führte beiB r e s 1 a u (am 22. November) seine Truppenzum Sturme auf die Schanzen bei Mockberg mit so viel Klugheit und Bravour an,dasseraufdemSchlachtfeldezumMajorvorrüekte. Bei Liegnitz (15. Augustl761)verlor er das Pferd unter dem Leibe und wurde verwundet, blieb aber trotzdem beimBataillon und leistete bei Deckung des Rückzuges sehr gute Dienste. Da er fernerauch an dem glücklichen Erfolge bei Adelsbach (6. Juli 1762), wo er mit6 Grenadier-Compagnien auf der Höhe postirt war, welche der Feind in 3 Colonnenmit einer sehr überlegenen Macht zu nehmen anstrebte, grossen Antheil hatte, indemer mit dem Obersten Tillier von Bethlen-Infanterie sieben Stunden Widerstandleistete und schliesslich den Feind zum Abzug nöthigte, wurde ihm das Ritter-kreuz zu Theil.

Im November 1767 wurde Ham Oberst-Lieutenant, 1771 in derselbenCharge Commandant des Regiments, trat jedoch im folgenden Jahre als Oberst inden Ruhestand, in welchem er am 14. Jänner 1799 im 70. Jahre verschied.

LANJUS vonWällenb urg,Karl Ludwig Graf, Feldmarschall-Lieutenant,aus einem uralten hochverdienten Geschleckte aus Salzburg stammend, dessenAhnen einflussreiche Würden bekleideten, war ein Sohn des 1739 zu Peterwardeinals General-Auditor-Lieutenant verstorbenen Freiherrn L an jus, und wurde mitseinem Bruder im Jahre 1757 in den Grafenstand erhoben. Bei den ehemaligenSaveströmern, den spätem Peterwardeinern, begännLanjus seine militärische Lauf-bahn und war zu Anfang des Erbfolgekrieges Oberhauptmann. Bei dem Angriffe