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PlZA, Peter Franz Freiherr, General-Major, zu Antwerpen 1726 geboren,wurde mit 18 Jahren Soldat hei dem 28.Infantorie-Regimente, damals Wied, undrückte, hei Prag blessirt, zum Ilauptmann im 14. Infanterie-Rcgimente vor.
In dem Treffen ani Moysbergo (7. September 1757) erhielt P i z a vom Gene-ralen der Cavallerie Grafen Na dasdy den Auftrag, eine starke preussische Schanze« zu stürmen. Ungeachtet eines heftigen feindlichen Feuers brachte er seine Compagnie
an den Fuss der Versclianzung. Hier stützte er sich auf zwei Gewehre und schwangsich mit Beihülfe seiner Grenadiere aufs Parapet. Da er auf dem Kamm der Brust-wehre keine Preussen fand, ausser jenen, welche sich in die Mitte der Schanzegezogen hatten, so half Piza einem Grenadiere, dieser einem anderen, undso fort mehreren hinauf. Sobald eine ziemliche Zahl beisammen war, fiel er
* die Feinde mit dem Säbel in der Faust an, bekam aber gleich einen starkenStreifschuss auf die Brust, und bald darauf einen in den rechten Fuss. Soschmerzlich nun diese Wunden waren, so liess er sich doch nur den Stiefel weg-schneiden, obenhin verbinden, und blieb, auf zwei Gewehre statt Krücken gestützt,bis ans Ende des Treffens bei seiner Compagnie, von welcher nicht mehr als28 Mann unversehrt davon kamen. Mit der noch offenen Wunde wohnte er derSchlacht bei Breslau bei, und zeichnete sich durch Aneiferung seiner Leute undeigenes Wohlverhalten so rühmlich aus, dass er selbst von dem Herzoge Karl von
«r Lothringen belobt wurde. Er rückte bald darauf zum Major vor. Bei den im
September 1762 unternommenen Angriffen des Generals der Cavallerie Hadik aufdie preussischen Yerschanzungen längs der wilden Weistritz hatte sich Piza eben-falls sehr viele Ehren erworben. Er war mit einem Bataillon von Wied beordert,den Verbau von Kunnersdorf, woraus man erst die Preussen vertrieben hatte, zu<£ behaupten, weil unser schweres Geschütz auf den Anhöhen nächst diesem Dorfe
aufgeführt war. Beim Zurückweichen der Feinde setzte er unter Anführung desObersten Gemmingen (s. d.) mit vier Compagnien seines Bataillons über dieWeistritz und schlug den Feind aus einigen Schanzen ziirück. Da aber dieser denVorth eil des Terrains für sich hatte und eine beträchtliche Verstärkung aus seinemLager bei Pretschendorf erhielt, so wurden nicht nur die Unsrigen gezwungen sichüber dasWasser in denVerhau bei Kunnersdorf zurückzuziehen, sondern sie wur-den daselbst neuerdings von den Preussen angegriffen. Als diese über das Wassersetzten, war das Bataillon Wied von einigen neben demselben gestandenen Reichs-truppen schnell verlassen worden, und da die erwähnten 4 Compagnien in dem lang-
* wierigen Gefechte schon ihre ganze Munition verschossen hatten, so befanden sie sichin einer äusserst bedenklichen Lage. In dieser Gefahr liess Piza eilig von den zweizurückgebliebenenReserve-Compagnien zwei Drittel der Munition unter die 4Com-pagnien vertheilen, und entsendete einen Officier an den General Buttler umVer-stärkung und Munition ab. Dieser kam zwar ohne erstere, jedoch mit hinlänglicherMunition und zugleich mit dem Befehle zurück, sich bis auf den letzten Mann zu
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