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1 (1857)
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verwundet und stürzte zusammen. Zweifelsohne würde er jetzt der Kriegsgefangen-schaft nicht entgangen sein, wenn er nicht die Liebe-seiner Reiter in so hohemGrade besessen hätte, dass einige derselben mit eigener Gefahr hinsprengten undihm auf ein Pferd halfen. Über sein vortreffliches Benehmen bei dieser Gelegen-heit hatte ihm die ganze Generalität einstimmig ein sehr vortheilhaftes Zeugnissertheilt, und so konnte das Ritterkreuz nicht ausbleiben, dem 1764 auch derFreiherrnstand folgte.

Noch in demselben Jahre wurde Lassgallner General-Major und 1767Inhaber des 8. Kürassier-Regiments. In Folge seines immer regen Diensteifersstieg er bis zum Feldmarschall-Lieutenant (1775), trat dann in den Ruhestand undstaib zu Odenburg am 20. August 1798.

HAAG, Nikolaus Freiherr, General-Major, zu Mannheim 1714 geboren,nahm 20 Jahre alt bei dem später als Erzherzog Ferdinand-Dragoner auf-gelösten Kürassier-Regiment Hohenzollern Militärdienste, war bei Beginn desSuccessionskrieges Cornet, im Laufe desselben Lieutenant und am 16. März 1747Rittmeister. Hatte er sich in dem Treffen bei Frauenburg 1742, wo das Regimentunter General Defin durch beide feindliche Linien drang, beim Übergange desRheins 1744, bei Aussteekung der Lager, Anordnung der Märsche, Errichtungstarker Verschanzungen, wodurch die Feste Neumarkt erobert und ein namhaftesCorps gefangen wurde, in diesemKriege ausgezeichnet, so bot ihm der siebenjährigeKrieg, in den er als Major zog, noch weit mehr Gelegenheit, die Aufmerksamkeitseiner V orgesetzten auf sich zu lenken. BeiDomstädtl commandirte II a a g 4 Gre-nadier-Compagnien zu Pferde und erntete das Lob des Generals Siskovitz. Ebenso umsichtig benahm er sich bei der Unternehmung des Generals Beck auf Kos-dorf, wo er, die Avantgarde führend, die fliehenden Feinde verfolgte, zerstreuteund grösstentheils gefangen nahm. Er rückte am27. Juli 1760 zum Oberst-Lieutenantvor. Seine Kriegserfahrenheit bewies er jedoch vorzüglich am 2. Juli 1762, alssich General Brentano, bei Friedland angegriffen, in die verschanzte Gegendbei Hauptmannsdorf zurückziehen musste, um die Passage nach Braunau und dasdortige Magazin zu decken. Hier wurde sein Regiment von der preussischen Avant-garde hart bedrängt und daher Rittmeister Bertoliny mit 2 Schwadronen abseitscommandirt, um den Rückzug des Regiments zu decken. Da jedoch die Preussenkaum 600Sckritte entfernt waren, und der weitere Rückzug sowohl demRegimenteals auch der nur auf kurze Distanz entfernten Infanterie gefährlich gewesen wäre,so stellte sich Haag an die Spitze seiner Schwadron und führte mit dem Ritt-meister Bertoliny eine so lebhafte Attaque auf die feindliche Reiterei aus, dasssie eine grosse Strecke weit zurückgetrieben wurde. Auch der indessen vorgerück-ten feindlichen Infanterie rückte Haag in einer Ordnung, als ginge es auf denExercierplatz, entgegen und brachte sie wiederholt zum Weichen, wodurch dem