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Corps des Generals Brentano die Zeit gegönnt wurde ein weitläufiges Defileungefährdet zu passiren. Oberst-Lieutenant Haag batte bereits 2 Schwadronen durchdasselbe geführt, als er vom besagten General befehligt wurde, die Arrieregardeunter Major Mitrovsky, welche mittlerweile angegriffen worden war, zu unter-stützen. Haag nahm die 3 Schwadronen, welche das Defile noch nicht passirthatten, und rückte entschlossen vor. Kaum aber erblickte ihn die feindliche Caval-lerie, welche er kurz vorher mit so vieler Bravour geworfen hatte, als sie unbe-weglich blieb, und sowohl die Infanterie unter Mitrovsky, als auch die Kürassiereunter Haag den Hohlweg ruhig passiren Hessen. Haag erhielt bei dieser Gele-genheit eine schwere Wunde, aber auch das Kitterkreuz, und rückte 1767 zumObersten vor. Zum General-Major am 1. December 1773 befördert, wurde ihm 1779die Inhaberstelle des 5. Kürassier-Regiments verliehen.
Haag starb zu Tyrnau am 10. Jänner 1781.
GYULAY von Maros-Nemetli und Nadaska, Samuel Graf,Feldmarschall-Lieutenant, Inhaber des 32. Infanterie-Regiments, stammte aus einer alten, imJahre 1704 in den Grafenstand erhobenen siebenbürgischen Familie und war zuNadaska im Tornaer Comitate geboren. Bei Beginn des Erbfolgckrieges trat er,22 Jahre alt, in Militärdienste und war schon 1752 in dem Regimente seines Vaters,des im Jahre 1758 verstorbenen Feldmarschall-Lieutenants Grafen Stephan, Major.
Zu Anfang des siebenjährigen Krieges Oberst-Lieutenant, that er sich bei derExpedition auf Berlin und bei mehreren Gelegenheiten rühmlich hervor, und avan-cirte 1759 zum Obersten. Meissen, Maxen, Torgau, vorzüglich aber der Feldzugdes Jahres 1762 erwähnen in den Annalen der Kriegsgeschichte seiner Bravour aufdas Ehrenvollste. In der Affaire bei Teplitz, 2. August, trachtete der GeneralSeidlitz die im Rücken und in der linken Flanke des Fürst Löwenstein’schenCorps liegenden Anhöhen zu besetzen und selbes von Teplitz abzuschneiden.Dasich auf einer dieser Anhöhen bereits zwei preussisclie Bataillone festsetzen wollten,sprengte der General Pellegrini* vor die Fronte des Gyulay’schen Regimentsund rief ihm zu: „V onEuch hängt das Heil des heutigen Tages und derglückliche Ausgang dieser Affaire ab.“ Sogleich rückte der Oberst GrafGyulay im Sturmschritte mit dem Regimente gegen die Anhöhe. Die Grenadier-Compagnien Alvintzy und Alemann attaquirten mit dem Säbel in der Faust unddas Regiment unterstützte sie divisionsweise so lebhaft, dass die Feinde bald gewor-fen und von der Anhöhe vertrieben wurden. Sie unternahmen zwar nach erhal-tener Verstärkung zwei wiederholte heftige Angriffe, aber das brave Regimentbehauptete den Platz bis zu dem Augenblicke, wo sich der Feind ganz zurückzog.Eben so rühmlich hatte sich Gyulay mit diesem Regimente bei den am 14. und15. October unternommenen Angriffen auf die preussisclien Verschanzungen beiFr e i b e r g verhalten, und wenngleich er durch den Leib geschossen wurde, übergab