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1 (1857)
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Liebe zugethan war. Die Folge der rastlosen Tliätigkeit war seine Ernennung zumInhaber des bestandenen 14. Kürassier-Regiments und 1790 die Beförderung zumFeldmarschall. PolitischeVerhältnisse bestimmten den tapferenFürsten, im Jahre 1806seine Charge zu quittiren und auch die Inhaberswürde niederzulegen. Er schiedganz aus dem Verbände jenes Heeres, welches seine Tapferkeit so sehr zu schätzenwusste. Als aber das Jahr 1815 den europäischen Staaten und namentlich demdeutschen Bunde neue Consistenz gab, ward dem nun regierenden Herzog vonNassau die früher bekleidete Charge eines k. k. Feldmarschalls und die Inhaber-stelle des 22. Infanterie-Regiments wieder verliehen. Der Herzog starb in seinerResidenz Biberich am 24. März 1816.

LASSGALLNER, Johann Karl Freiherr, Feldmarschall - Lieutenant undInhaber des 8. Kürassier-Regiments, war 1714 geboren und mit 18 Jahren Soldat.Den Türkenkrieg und die Feldzüge des Erbfolgekrieges hatte er bei dem Dragoner-Regimente Hessen-Darmstadt (dem heutigen 4.) mitgemacht, war zum Majorvorgerückt, und kam, nachdem er sich bei Kollin ausgezeichnet hatte, als aggre-girter Oberst in das Kürassier-Regiment Buccow. Als sich Herzog Karl vonL o thringen nach der Schlacht bei Le uthen aus Schlesien nach Böhmen zurück-zog, und ihm die preussische Avantgarde bei Landshut Vorkommen und die Strassebesetzen wollte, hatte Lassgallner mit 500 Pferden die feindliche Übermachtso lange aufgehalten, bis die Österreicher bei Landshut angelangt waren. DieBewegungen und Manoeuvres, welche der brave Oberst bei dieser Gelegenheit aus-führte, waren so geschickt und zweckmässig, dass der Herzog seine Zufriedenheithierüber in einem eigenen Handschreiben äusserte, in Folge dessen Lassgallnerzum wirklichen Oberst bei Anhalt-Zerbst-Kürassier befördert wurde. Gleichwie beiLeuthen, wurde er auch vom Feldmarschall Grafen Daun, wegen seiner in denSchlachten bei Iloehkirch, Maxen und Torgau bewiesenen Bravour und demausgezeichneten Benehmen seines Regiments, besonders angerühmt. Am 16. August1762 machte Daun einen Versuch das auf der Anhöhe hei Mittel-Peylastehende Corps des Prinzen von Bevern zu vertreiben und dem belagertenSchweidnitz zu Hülfe zu kommen. Aber der König führte zur rechten Zeit dengrössten Theil seiner Armee zur Unterstützung herbei, und nun mussten die Öster-reicher einen um so gefährlicheren Rückzug antreten, als viele von ihnen schon imGefechte verwickelt waren. In dieser gefährlichen Lage übernahm Lassgallneraus eigenem Antriebe mit seinem Regimente die Arrieregarde zur Deckung desRückzuges. Nachdem er schon mehrere Angriffe der immer stärker nachrückendenFeinde aiisgehalten hatte, kam er endlich so ins Gedränge, dass, er von allen Seitenumrungen wurde. Er eiferte nun seine Mannschaft an sich durchzuschlagen, undda sie ihm Alle mit entschlossenem Muthe folgten, so kamen sie mit geringemVerluste glücklich aus der Klemme. Lassgallner wrnrde hierbei mit dem Pferde