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1 (1857)
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in den Freiherrnstand erhoben. Als der bayerische Erbfolgekrieg ausbrach, kam erals General-Adjutant zum Armee-Obercommando, rückte am 9. April 1783 zumGeneral-Major, am 16. Jänner 1790 zum Feldmarschall-Lieutenant vor, und erhieltim Februar desselben Jahres das 8. Infanterie-Regiment. Als ad latus des Comman-direnden in Mähren wirkte er bis zu seiner im December 1794 erfolgten Versetzungin den Ruhestand mit grosser Thätigkcit und wurde bei vielen Gelegenheiten, sonamentlich bei Einführung des neuen Militärsystems, welches im Jänner 1792berathen wurde, erfolgreich verwendet, wobei er Gelegenheit fand, sein reichesWissen und die gesammten Erfahrungen zum Besten des Allgemeinen in Anwen-dung zu bringen. Hu ff starb zu Brünn am 23. September 1798.

NASSAU-ÜSINGEN, Friedrich August, regierender Herzog zu, k.k.Feld-marschall, Reichsgeneral der Cavallerie, vorerst Inhaber des 5. Kürassier-, dann des22. Infanterie-Regiments, geboren am 23. April 1738, nahm beiBeginn des siebenjäh-rigen Krieges kaiserliche Dienste und entwickelte schon im ersten Feldzuge so vielMuth und Umsicht, dass er 1757 das Majors-Patent bei DeVille-Kürassier erhielt. Indieser Eigenschaft stand der Fürst in der Schlacht bei II o c h k i r c h mit seiner Abthei-lung im zweiten Treffen. Während der Action und nachdem das erste Treffen bereitsins feindliche Lager Ungebrochen war, gewahrte er, dass die vor dem Infanterie-Rogimente Haller postirten Grenadiere und Croaten des Loudonsclien Corpsvon einem Detachement preussischer Reiterei derart gedrängt wurden, dass siedas benannte Infanterie-Regiment am Feuern verhinderten. Bei diesem gefähr-lichen Umstande setzte er sich, ohne einen weiteren Befehl zu erwarten, an die Spitzeseiner drei Schwadronen und hieb mit einer solchen Kraft in den Feind ein, dassderselbe bis zu seiner Infanterie zurückgetrieben wurde. Nassau unternahm nunzwar auch eine herzhafte Attaque auf die Infanterie, allein da er viele Leute dabeiverlor und selbst stark verwundet wurde, musste er sich zwar wieder zurückziehen,doch war der Hauptzweck immerhin glücklich erreicht. Der Fürst wurde 1759Oberst bei Zweybrück- (dem heutigen 2.) Dragoner, wohnte allen übrigen Feld-zügen bei, commandirto 1760 bei Strehlen die Avantgarde, machte den erstenAngriff, gerieth aber in Gefangenschaft. Nicht lange darnach ranzionirt, eilte derFürst wieder zur Armee und schlug sich im Treffen bei Wildsruf 1762 so tapfer,dass er nochmals verwundet wurde. Bei allen Gelegenheiten zeigte er so viele Ein-sicht, so vielen Muth und Diensteifer, dass er schon 1764 zum General-Major vor-rückte, für Hochkirch aber das Ritterkreuz erhielt.

In derFriedensepoche,während welcher sich derFürst bei derVervollkommnungdes Cavalleriedienstes viele Mühe gab, und dem inneren Dienste mit aller Liebezugethan blieb, wurde er nach dem Tode des Generals Ried (s. d.) Oberdirector derk. k. Werbung im deutschen Reiche. Wenn auch diese Anstellung seinen Interessenzusagte, so setzte er sie doch nicht über das Wohl des Staates, dem er mit so grosser