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Württemberg in Schlesien, wo sein Vater als Oberzollamts-Director stand, im Jahre1731 geboren. Neugebauer’s Grossvater erhielt wegen ausgezeichneter Diensteim schwedischen Kriege von Kaiser Pordinand II. den Adel. Franz Ludwigbegann als Fähnrich bei Pallavicini-Infanterie Nr. 15 im Februar 1747 seine Lauf-bahn, war bei Beginn des siebenjährigen Krieges Hauptmann und 1758 Flügel-Adjutant. Am 29. November 1759 wurde Neugebauer beordert, die drei Regi-menter S t ampa, Modena und Anhalt-Zerbst beim Angriffe auf Maxenanzuführen, ohne weitere detaillirte Befehle zu erhalten. Er bewirkte diese Ordredurch abgekürzte Wege mit so viel Klugheit und Vorsicht, dass diese Regimenternichtnur ganz unbemerkt blieben, sondern auch auf ein so gutes Terrain nahe an denfeindlichen rechten Flügel gelangten, dass sie selben ganz unvorbereitet angreifenkonnten. Der Feind wurde daher auch bald zum Weichen gebracht, verloreinige Kanonen und andere Siegeszeichen, und der Angriff'unserer Grenadiereauf den preussischen linken Flügel wurde sehr erleichtert. Neugebauer wurdezum Major befördert. Am 17. September 1760 musste sich General Ried aufIlohengiersdorf und von da in das Gebirge bei Dittmannsdorf und Seitendorf, vonden Preussen hartnäckig verfolgt, zurückziehen, wobei unsere Jäger zu Kamerauvon den preussischen Husaren zersprengt wurden. Er liess nun, ohne erstanzufragen, das Stabsdragoner-Regiment gegen die leichten feindlichen Truppenaufschwenken, durch welches kluge Manoouvre die Jäger Zeit gewannen sichwieder zu sammeln und den Rückzug der Dragoner zu decken, wodurch dieganze Bagage des Ried’schen Corps gerettet wurde. In der Schlacht bei Torgaumussten einige Regimenter in der ersten Linie durch grossen Verlust weichen, undin der Mitte des Treffens entstand eine beträchtliche Lücke. Neugebauer holteschnell vom Reserve-Corps die Regimenter Kinsky, Oolloredo undBaireutheben noch zu rechter Zeit, um die in Verwirrung Gerathenen zu ersetzen. Bei derAufschwenkung dieser Regimenter erhielt er eine so gefährliche Contusion, dass ervom Schlachtfelde gebracht werden musste. Das Kl ein kreuz und die Erhebungin den Freiherrnstand waren lohnende Anerkennungen für diese Verdienste.
Im Jahre 1768 wurde Neugebauer Oberst des später reducirten TirolerInfanterie - Regiments Nr. 46, — 1773 General-Major und 1786 Feldmarschall-Lieutenant, dann Inhaber dieses nämlichen Regiments. Übrigens leistete Neuge-bauer im bayerischen Erbfolgekriege und in den drei Feldzügen gegen die•Türken gleich unernmdete und erspriessliche Dienste, wurde dann comman-dirender General der inner- österreichischen Länder und starb zu Gratz am24. Juni 1808.
KLEEFELD von IInogek, Wenzel Matthias Freiherr, Feldzeugmeister.Dieser tapfere Soldat, der 22 Feldzügen beiwohnte, hatte sich vom Volontär zudieser hohen Stufe emporgeschwungen.