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1 (1857)
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so gelang- es ihm doch den Berg zu ersteigen. In diesem kritischen Augenblickekam Tillier mit dem andern Bataillon seines Regiments zu Hülfe, liess eine Divisiondie Attaque in der Front machen, und fiel mit den übrigen 4 Compagnien mit gefälltemBajonet dem Feinde so herzhaft in die Flanke, dass er die Anhöhe verlassen musste.Hierbei ging der Muth der erhitzten Ungarn so weit, dass sie mit zwei ihnen zu Hülfegeeilten Warasdiner Bataillonen die Feinde bis in das Thal hinab verfolgten, und auchdie am Fusse des Berges zur Unterstützung des Angriffes aufgestellten Preussenüber den Haufen warfen und durch das Dorf zurücktrieben. Tillier erhielt dasKlein kreuz, rückte 1771 zum General-Major, bald darnach zum Feldmarschall-Lieutenant vor, und wurde 1775 Inhaber des 14. Infanterie-Regiments.

Tillier war ein grosser Meister der vortrefflichen Kunst, die Truppen in denWaffen zu üben und die Kriegs dis ciplin in ihrer Stärke zu erhalten; aber seineleidende Gesundheit veranlasste ihn, schon im 36. Dienst- und im 50. Lebensjahrein die Pension zu treten. Er starb zu Wien den 7. October 1788.

EßBACH-SCHÖNBERG, Karl Eugen Graf zu, Feldzeugmeister, Inhaber des42. Linien-Infanterie-Regiments, einersehr alten Familie Deutschlands entsprossen,war am 10. Februar 1732 auf dem Schlosse Schönberg geboren, und trat als dersechste Sohn einer zahlreichen Familie schon in seinem 16. Jahre als Fähnrich inkaiserliche Dienste. Bald darauf in gleicher Eigenschaft zu dem Regimente Braun-schweig-WolfenbUttel übersetzt, kämpfte er in dessen Reihen während des sieben-jährigen Krieges mit Tapferkeit in den Schlachten bei Lobositz, Prag, Breslau,Leuthen, Ilochkirch und Torgau, und sammelte sich bei derBelagerung von Dresdenund dem Angriffe der feindlichen Yerschanzungen von Pretschendorf nicht unbe-deutende Verdienste. Als am 29. September 1762 dem Obersten Grafen D önnhoffaufgetragen wurde, die Preussen aus dem Verhau und den Verschanzungen hinterden Taranter W aldungen bei II a r t a und Specht hausen zu delogiren, und diesesVorhaben nicht von Statten ging, wurde Major Graf Erbach mit seiner Grenadier-Compagnie zur Unterstützung beordert. Er bemerkte sogleich, dass die Kraftzersplit-terung des Obersten Dönnhoff auf dieVerschanzung von Ilarta vergeblich seinmusste so lange jene bei Speehthausen im Besitze des Feindes bliebe. Ohne sichlange zu besinnen, griff er mit gezogenem Degen an der Spitze der Grenadiere dieseVerschanzung an, bemächtigte sich derselben ungeachtet der tapfersten Gegenwehrdes Feindes und einer leichten Veiwundung, nahm den Commandanten gefangen underoberte zwei Geschütze. Für diese That wurde ihm das Ritterkreuz zu Theil.

Im Jahre 1769 zum Oberst-Lieutenant befördert, übernahm Erbach dasCommando des ersten böhmischen Grenadier-Bataillons und -wurde 1773 zumObersten und Commandanten jenes Regiments ernannt, in welchem er bishergedient hatte. Nachdem Erbach durch 10 Jahre diese wichtige Stelle zurvollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten bekleidet hatte, rückte er im Jahre 1783

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