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des Generals Kleist aber über Einsiedl, Kloster Ossek und Grabe marscliirtc, umdas Corps des Fürsten Löwenstein von Teplitz abzuschneiden. Es gelang auchder Übermacht des Feindes, auf dem linken Flügel bis Gradrup, und auf dem rechtenbis Sedenz vorzudringen. Die Proussen wurden jedoch durch die vortrefflichenAnstalten des Fürsten Löwenstein, die zweckmässigenBewegungen seiner Truppen,die Thätigkeit der östei’reichischen Generale und Stabsofficiere und die standhaftesteGegenwehr der braven Mannschaft nach einem langen Gefechte mit beträchtlichemVerluste zum Kückzuge ins Gebirge gezwungen. Bald darauf rückte Löwen st einnach dem Entwürfe des Generals II a d i k selbst über das Gebirge nach Sachsen vor,trieb die Preussen gänzlich aus Böhmen und bewies bei allen unternommenenBewegungen und Angriffen so viel Kriegserfahrenheit, Einsicht, Muth und Thätigkeit,dass sich die Kaiscrinn Maria Theresia veranlasst fand, ihm das Grosskreuzzu verleihen. Nach beendigtem Kriege begab sich der Fürst auf seine Güter undstarb daselbst am 23. Mai 1781.
Nachdem der Fürst schon im Jahre 1756 Inhabereines später reducirten Küras-sier- und bald darauf vorübergehend auch des heutigen 7. Dragoner-Regimentsgeworden, errichtete er im Jahre 1758 ein Chcvauxlegers-, das gegenwärtige7. Uhlanen-Regiment und blieb dessen Oberst-Inhaber bis zu seinem Ableben.
KLEINKREUZE.
O’DONELL, Johann Graf, Feldmarschall-Lieutenant, Bruder des GrafenKarl (s. d.), trat mit ihm gleichzeitig in k. Dienste, und hob sich durch Tapferkeitund persönliche Verdienste zu dieser Stufe empor. In den vielen vor dem sieben-jährigen Kriege mitgemachten Feldzügen hatte er sich umfassende Kenntnissegesammelt, und war überhaupt ein Mann von so vieler Bravour und Entschlossen-heit, dass General der Cavallerie Nädasdy nach der Schlacht bei Kollin denFeldmarschall Daun ersuchte, General O’Donell seiner Einsicht und Tapferkeitwegen für alle Zeit seinem unterhabenden Corps zuzutheilen. Bei Louthenwurde O’D onell, damals General-Major, ausser seinem Range auf den linken Flügeldes Nädasdy’schen Corps beordert. Da nun gleich anfangs ein Theil unserer Hiilfs-truppen in Unordnung gebracht wurde, so erhielt er den Befehl zur Unterstützungder noch kämpfenden Infanterie vorzurücken. Ein beträchtlicher Graben, den dieReiterei übersetzen musste, verzögerte diese Bewegung; das Fussvolk wurde vonder preussischen Reiterei in die Flanke genommen und nebst den dort gestandenenSachsen und Husaren zum Weichen gebracht. Nun erhielt auch O’Donell denneuen Befehl sich zurückzuziehen, allein der rückwärts befindliche Graben und dieNähe der feindlichen Cavallerie, welche schon im vollen Trabe auf ihn angesprengtkam, machten die Gefahr des Rückzuges äusserst gross. Der tapfere General entschlosssich daher ohne vieles Besinnen, den vorrückenden Feind lebhaft anzugreifen. Er