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1 (1857)
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thats und warf sie glücklicher Weise eine gute Strecke zurück. Nun zog er sichin so guter Ordnung zurück, dass er gleich darauf im Stande war auf Befehl desFeldmarschalls Daun zwei feindliche Gendarm-Schwadronen zu attaquiren, welcheer ebenfalls über den Haufen warf. Allein hei diesem Angriffe zerstreuten sichseine Reiter in der Hitze so sehr, dass er gegen eine von der Seite her anrückendeCavallerie kaum eine Schwadron zusammenbringen konnte. Die Übermacht warzu gross, der Rittmeister wurde gleich anfangs getödtet, die Mannschaft zerstreutund ODonell, der nebstdem, dass sein Pferd schon zAvei Wunden hatte, einenstarken Hieb in den Kopf bekam, musste sich als Kriegsgefangener ergehen. Kaumranzionirt, trat er bei der Armee wieder ein, und zeichnete sich im Treffen beiMaxen aus, wo er mit dem Cavallerie-Regimente Modena zur Unterstützung derGrenadire beordert wurde. Bald bemerkte er einige feindliche Husaren-Schwa-dronen, welche die Grenadiere in die Flanke zu nehmen suchten. Er griff dieseHusaren ohne Zeitverlust an und warf sie gleich nach der ersten Attaque zurück.Auch zwei feindliche Bataillone hatte er kurz darauf mit einer solchen Heftigkeitangegriffen, dass eines davon sogleich das Gewehr streckte, das andere sich aber indie Schluchten zerstreute.

ODonell, im Jahre 1760 zum Feldmarschall-Lieutenant befördert, erhielt dasKleinkreuz, und wurde im Jahre 1771 in Anerkennung seinerlangen und rühm-lichen Dienste Mitglied der eben errichteten Elisabeth Theresien-Stiftung. Er starbzu Wien am 12. März 1784.

SAUER, Karl Balthasar Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant, Inhaber einesDragoner-Regiments, war zu Linz im Jahre 1725 geboren. Seit seinen frühestenDienstjahren er trat bei Beginn des Erbfolgekrieges 1741 als Fähnrich bei dem(im Jahre 1750 reducirten) Dragoner-Regimente Preising ein hatte er unge-mein glückliche Talente, besonders für den kleinen Krieg gezeigt; Sauer ist für denangehenden Krieger ein schönes Vorbild von Muth und Entschlossenheit, und seineTliaten verdienten unverkürzt der Nachwelt aufbewahrt zu werden, doch könnenwir uns hier nur auf die hervorragendsten beschränken.

In der Schlacht bei Lobositz hatte er als Ober-Lieutenant des RegimentsSchmerzing bei der Attaque des Feldmarschall-Lieutenants Fürsten von Löwe n-stein(s. d.) mit denFrei willigen die Avantgarde gemacht und der Erste in die siegendefeindlicheCavallerie eingehauen; er wurde auf dem Schlachtfelde Rittmeister. Im Tref-fenbei D om städtl attaquirte Sauer gleich bei Beginn desselben mit 100 Dragonernvon wenstein die Bedeckungstruppe, eroberte alle Fahnen und 5 Kanonenund machte bei 600 Gefangene. Im Juli 175S, bereits zum Major vorgerückt,wurde er vom Feldzeugmeister Loudon zur russischen Armee als Courier abge-schickt, um die Nachricht von dem Anmarsche des Königs von Preussen zu über-bringen. Bei Kunnersdorf erwarb er sichLo u d ons besondere Anempfehlung und