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1 (1857)
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sie sich nun in Bewegung setzten, um eine andere Stellung zu nehmen, eilteGr affen st ein um den Wald, fiel sie unvermuthet an und machte nicht nur einenTheil gefangen, sondern eroberte auch 7 Kanonen. Nach dem Treffen hei Lands-hut (23. Juni 1760) erhielt er vom General London ein rühmliches Zcugnissseines Wohl Verhaltens; denn Graffenstein war es, der den General Fouquet,als dieser sich über den Bober zurückzog, eingeholt und hiervon LoudonNachricht gegeben hatte. Graffenstein war überhaupt in Durchführung vonKundschaften ein vorzüglicher Of'ficier, und in dieser Beziehung von denArmee - Commandanten zu verschiedenen Malen mit dem besten Erfolg ver-wendet worden. In demselben Jahre wurde er beordert, eine zwischen Lissaund Breslau mit 150 Mann, thcils Infanterie, theils Cavallerie, besetzte Schanzeanzugreifen, welcher er auch nebst einer Kanone, dem Commandanten und91 Soldaten Meister wurde. Das Ritterkreuz lohnte sein vielseitiges tapferesVerhalten.

Noch im Laufe des letzten Feldzuges wurde Graffenstein zum Oberst-Lieutenant im Regimente ernannt und im Jahre 1763 in den Freiherrn-stand erhoben. Er starb, als Oberst des 10. Husaren-Regiments, in der Stabs-station Szolnok in Ungarn am 14. December 1766, im noch nicht erreichten48. Lebensjahre.

TERZI, Ludwig Freiherr, Major von Andlau-Infantcrie, vor Gl atz; wardCommandeur in der 13. Promotion (s. d.).

LOOZ-CORSWAREM de Nycl, Wilhelm Joseph Graf, später regierenderHerzog, Major, einem alten, von den Grafen Ilennegau stammenden Geschlechtcentsprossen, welches 1788 zur Herzogswürde gelangte, 1806 aber mediatisirtwurde, kam in den Niederlanden den 7. Juli 1732 zur Welt und trat im Anfänge dessiebenjährigen Krieges als Cornet in das bestandene Regiment Luchesi-Kürassierc.Schon in seiner ersten Campagne zeichnete er sich sehr oft durch Mutli und mili-tärisches Talent aus, und war daher zu Ende derselben Hauptmann im Kolowrat-schen, später reducirten Dragoner-Regiment. In den folgenden Feldzügen that ersich vorzüglich in der Schlacht bei Kunnersdorf, bei Liegnitz und beiLandshut hervor. Loudon beehrte ihn mit seiner Freundschaft. Könnte manwohl mehr zu seiner Ehre sagen? Zur Belohnung seiner Verdienste erhielt erdas Kleinkreuz, nachdem ihn die Kaiserinn bereits im Jahre 1761 ausser derTour zum Major ernannt hatte.

In der blutigen Schlacht bei Kunnersdo r f am 12. August 1759 stand dasK olowrat’sche Dragoner - Regiment mit den Regimentern Liechtenstein- undWürttemberg-Dragoner auf dem linken Flügel der russischen Armee. Der ersteAngriff der Preussen geschah mit solcher Heftigkeit, dass die österreichische

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