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rungen, (lass die preussisehe Reiterei, trotz ihrer Überlegenheit, nie zum Ein-hauen kommen konnte, und Trenn sie sich zu nahe wagte, jedesmal mit Verlustgeworfen wurde. Während des nachgefolgten Friedens wurde Kinsky zumcommandirenden Generalen in Ungarn und im September 1787 zum Generalender Cavallerie ernannt und leitete die Concentrirung und Aufstellung der Haupt-armee gegen die Türken, bis der Kaiser selbst das Commando übernahm. BeimRückzuge der Ilauptarmee im September 1788 von Illova auf Karansebes, hieltsich Kinsky während des ganzen Marsches bei der Arrieregarde auf, undbewirkte durch seine Thätigkeit und klugen Anstalten die musterhafteste Ordnungin derselben, wo sich die Grenadiere und die Cavallerie wechselweise unter-stützten und den wiederholten Anfällen der Türken muthvollen Widerstand entgegen-setzten.
Ausser den vielen im Kriege geleisteten Diensten hatte sich Kinsky durchseinen unermüdeten Diensteifer auch in Friedenszeiten um den Staat verdientgemacht. Da er als vorzüglicher Cavallerist bekannt war, so wurde er auchUnter-Inspector der Cavallerie, am 22. Mai 1796 Feldmarschall und Comman-dirender in Österreich, dann Stadt-Commandant in Wien. Diesen Posten versaher bis zum 5. September 1800 und zog sich dann von allen Geschäften zurück,indem er den Rest seiner Tage in Ruhe verlebte. Er starb zu Wien am 7. Fe-bruar 1804.
GRAFFENSTEIN, Joseph Freiherr, Oberst, Ungar von Geburt, hatte im Jahre1738 hei den Husaren seine Dienste begonnen, und war während des österreichi-schen Erbfolgekrieges zum Oberlieutenant, und im December 1752 zum Rittmeisterbeim 9. IIusaren-Regimente Nädasdy vorgerückt. Graffenstein kämpfte heiMolwitz, Czaslau, Dettingen und Prag so ausgezeichnet, dass es ihm nur anGelegenheit fehlte, seine besonderen Fähigkeiten zur Geltung zu bringen. Da kam.der siebenjährige Krieg und erfüllte die Wünsche des tapferen Officiers. Wirbegegnen ihn zuerst bei D oms tädtl. Dort hatte er mit 2 Schwadronen Husaren daspreussisehe Kürassier - Regiment Schmettau angegriffen und zurückgeworfen.Bei dem Überfalle auf Ilochkirch führte er die Avantgarde des GeneralsLoudon, stiess auf das preussisehe Garde-Regiment, griff es, ohne einen weiterenBefehl abzuwarten, mit solchem Ungestüm an, dass dasselbe versprengt, ein grosserTheil gefangen genommen und eine Standarte erbeutet wurde. Die Ernennung zumMajor lohnte diese Thaten. In der Schlacht bei Kunnersdorf erhielt Graffen-stein zu seinen 4 Schwadronen Husaren noch 150 Croaten, um den Rückzug derPreussen zu erschweren. Er schlich sich hinter einen Wald, in welchem dieCroaten ziemlich weitschichtig verth eilt auf seinGeheiss ein Plänklerfeuer eröffneten.Diese List liess die vor dem Walde aufmarscliirten Gegner vermuthen, dass sie voneinem stärkeren österreichischen Corps im Rücken angegriffen würden. Während