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1 (1857)
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Cavalleric in Verwirrung gerieth und völlig geworfen wurde. Looz gab sich alleerdenkliche Mühe, die Zerstreuten aufzulialtcn und zu sammeln, und es gelang ihmwirklich bei 200 Dragoner von verschiedenen Regimentern zusammen zu bringen.Unterdessen hatten sich die preussischen Husaren und Kürassiere auf die russischeInfanterie geworfen, das Regiment des Obersten Schilling umrungen und warenschon an einigen Runctcn in dasselbe eingebrochen. Da eilte Looz mit seinergesammelten Reiterei zur Rettung herbei und hieb in die vielfach überlegenefeindliche Cavalleric ein. Doch ungeachtet der grössten Tapferkeit unserer Truppemisslang der Angriff, sie musste zurückweichen, und ihrem tapferen Anführer wurdedas Pferd unter dem Leibe erschossen. Schnell sprang er auf das Pferd einesDragoners, sammelte und ermunterte seine Leute nochmals, griff zum zweitenMale an, jagte die Preussen zurück und rettete durch seinen Hcldenmuth dasschon für verloren gehaltene russische Regiment.

Die Gegend um Kunnersdorf war ihm sehr wohl bekannt, er wusste die Wegedurch welche die feindliche Artillerie retiriren musste. Dahin eilte er mit wenigenDragonern, schnitt den Zug in den Dofileen ab, attaquirte und verjagte die feind-liche Cavalleriebedeckung und war so die Ursache, dass der grösste Theil jenesParkes den Russen in die Hände fiel.

In der Schlacht von Landshut am 23. Juni 1760 jenseits des Bober hiebLooz mit seiner Schwadron in das Alt-PlatischeRegiment ein, zersprengte und ver-nichtete es gänzlich und eroberte mit eigener Hand die silbernen Pauken diesesRegiments. Etwas später am nämlichen Tage war er mit seinen Dragonern ganz inPlänkler aufgelöst, und tiraillirte rechts vor einer preussischen Colonne, die aus vierBataillonen bestand und sich langsam zurückzog. Links vor dieser Colonno eilten4 Grenadier-Compagnien herbei, um die Preussen anzugreifen. Da sie aber nochin der Tiefe vorrückten und ihren Marsch nicht so zu dirigiren wussten um auf diePreussen mit Vortheil zu stossen, so war dieses Anrücken unsicher und schwankend.Dies bemerkte Looz, eilte ganz allein um die feindlichen Bataillone herum zu denG renadieren, zeigte ihnen die Marschrichtung um auf die Mitte der Feinde zu treffen,flog wieder zu seinen Leuten zurück, sammelte davon soviel in der Eile als möglichwar, und attaquirte in demselben Augenblicke als auch die Grenadiere auf der Höheerschienen. Die Preussen machten Halt und empfingen auf beiden Seiten dieangreifenden Österreicher mit einer General-Dccharge. Die Grenadiere schwenktennun ihre Gewehre um, zogen die Säbel und brachen in das Centrum der Preussen,als Looz schon in das Pilani’sche Bataillon eingedrungen war und mit eigenerHand eine Fahne erobert hatte. Die bestürzten Bataillone warfen die Gewehre wegund gaben sich gefangen.

Nach dem Hubertsburger Frieden verliess Looz die Militärdienste undlebte auf dem Rittergute Ellenhausen in Hessen. Er starb zu Schloss Rheina am20. März 1803.