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Dogmatische Abhandlung über das Gebet
Entstehung
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der bereits für die Sünden der ganzen Welt genug-gethan hat; allein, es ist auch lediglich Christi Ver-dienst, wenn unsere Leistungen für die Verstorbenenvor Gott gehörig qualisicirt und ihm angenehm sind,und was das Versöhnungsopfcr des neuen Bundesbetrifft, so ist ja gerade Jesus Christus hier Opfcrcrund Opfer zugleich, und so hat die von uns nach-getragene Genugthuung für die Verstorbenen denGrund der Möglichkeit und ihre endliche Haltungin der allgemeinen stellvertretenden GenugthuungJesu Christi.

Sollten wir nun nicht die erfreuliche Hoffnunghegen dürfen, daß Gott, Der die Liebe ist und sodie Welt geliebt hat, daß Er Seinen eingebornenSohn für sie hingab, Der auch in Seinem Moral-reiche Leistungen aus Liebe, die von Seinen ver-nünftigen Geschöpfen für Seine vernünftigen Ge-schöpfe, dazu habilitirt durch den zweiten Adam,ganz in Nachahmung des göttlichen Musters darge-bracht werden, nicht behindern, sondern nur fördernkann, daß dieser Gott mit Wohlgefallen auf unserechristliche Liebe herabsehen, und unseren Brüdern,die doch Seine Kinder sind, um Jesu willen gnädigsein werde? Wir können dies um so mehr hoffen, dadie Seelen im Purgatorium ihren irdischen Ucbungs-stand in der Hauptsache ehrenvoll verlassen haben,und auch jetzt nach ihrem Hinscheiden noch zu un-serer Erbauung und Ermunterung auf dem Kampf-plätze wohlthatig zurückwirken, wodurch sie sich gerechte