nur Gutes nach der Vorschrift unsers Heilandes,Der da befiehlt, Gutes zu thun Allen, und Nach-ahmer zu sein unsers Vaters im Himmel, Der reg-nen und Seine Sonne ausgehen läßt über Gute undBöse. Haben diese Himmlischen in ihrem Prüfungs-stande ihre Brüder geliebt, deren Wohlfahrt gewünscht,für deren Heil gebetet, sollten sie wol im Standeihrer Vollendung, worin ihr ganzes Wesen zu einerweit höhern Aehnlichkcit und zur innigsten Vereini-gung mit Gott dem Vater der Liebe emporgehobenist, aufhören, ihre noch auf der Reise zur seligenHeimat befindlichen Brüder zu lieben, deren Wohlzu wünschen, für deren Heil zu bitten! Die Liebehört nimmer auf. Wie einst der fromme Onias undder Prophet Jeremias, nach 2 Machab. 15, 12 —16,lange nach ihrem Tode für die Juden beteten, sobeten Gottes Lieblinge auch für uns. Nach Tob. 12,12 sagt der Engel Raphael zu Tobias: „Ich war es,der dein Gebet Gott vortrug." In der Apocal. 5, 8heißt es, die Himmlischen brachten die Gebete derGläubigen vor den Thron Gottes. Zudem, wie wirnach Hcbr. 4, 15 an Jesus dem Sohne Gottesnicht einen Hohenpriester haben, Der nicht könnteMitlcidcn haben mit unserer Schwachheit, sonderneinen, Der in Allem versucht worden, gleichwie wir,die Sünde ausgenommen, so haben wir an den voll-endeten Menschenscelen im Himmel solche, die auchzur Zeit Erdenkinder waren wie wir, mit den Män-geln und Gebrechen dieses Lebens zu kämpfen hat-
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