langen soll also ein wirksames und bleibendes sein,gerade wie die Liebe des Begehrens zu Gott, wor-aus es einzig entspringen kann. Als wirksames Ver-langen fordert es uns auf zur gewissenhaften Kraft-anstrcngung in der Lebenslage und in den Verhält-nissen, worin wir gerade sind, und als bleibendesVerlangen soll es durch die scheinbaren Hindernisseseiner freien Acußerung, welche Natur und Lebens-Verhältnisse uns legen, nur zu einem schönem undkräftigem Leben hcrvortrctcn. Wer aber ein solchesVerlangen nach den Bedingungen seines höchstenGutes, weil nach dem höchsten Gute selbst, in sichträgt, der wird auch, die Nothwendigkcit der gött-lichen Gnadcnhülfc zur Erfüllung dieser Bedingun-gen und die Nothwendigkcit seines Gebetes um dieseHülfe erkennend, zu Gott seufzen, so oft die Bedürf-nisse seiner Natur und Lebenslage es erlauben. Letz-teres kann aber bei uns Menschen wegen der beste-henden verschiedenen Bedürfnisse unserer Natur undwegen der verschiedenen Lebcnsverhältnisse nicht an-ders als verschieden ausfallen. Da nun das Verlan-gen nach den Erweisungen, die dem Christcnthumzufolge einzig Gegenstände unserer Bitte zu Gottsein können, der Hauptbcstandtheil jedes Bittgebetesist, und da dies Verlangen ein habituelles sein soll:so müssen wir in Uebcreinstimmung hicmit des Apo-stels Ermahnung deuten: „Betet ohne Unterlaß."1 Thess. 5, 17, was nun wohl einerlei ist mit denWorten des Heilandes: „Suchet zuerst das Reich
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