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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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Aber das kann gefordert werden, was der Vollkommen-heit der Natur anständig was bey der tapfersten Ver-theidigung unsrer Rechte und unferS Glüks, möglich istErstlich, nicht den ganzen Menschen nach seinem Berin-gen gegen uns, zu beurtheilen; nicht alle unsre Verhältnissegegen ihn zu vergessen über dem Einen, in welches unsder Streit mit ihm versezt. Zwcytens den Unwillen gegenBeleidigungen, nicht in Rache, und den Widerstand gegenAngriffe, nicht in gegenseitige Ungerechtigkeiten, ausarte» zulassen. Endlich demselben Menschen, wenn er im Unglnkunsrer Hülfe bedarf, mit Mitleiden beyzubringen, dessenfeindseligen oder gemcinschädlichcn Maaßregeln wir uns ni»>thig widersezten, als er seines GlükS oder seiner Machtmißbrauchte. Was für ein Unmensch wäre ich, wenn ichda, wo seine Rettung, seine Erhaltung allein, oder dochzunächst von mir abhinge, ihm meinen Beystand versagcnwollte, gesezt, daß er sich auch noch so feindselig gegen michbewiesen hätte. Sobald mein Feind in Noch ist, so hö-ret er auf, mein Feind zu seyn; da, wo die Menschheitmich aufruft, hört jedes andre Verhältniß auf. ^

Der Grundsaz ist »»gezweifelt richtig: Kein Menschist durchaus böse.") Also wird sich bey einer genauen Beob-achtung, in jedem Menschen etwas finden, das, vermögtseines natürlichen Eindruks, uns gefallen und zur Liebe reizen!kann. Schon dieß ist ein Schritt zurLiebe der Feinde, daß man ßdiesen Grundsaz bey sich fest stelle; vaß man die Natur des ^Menschen als etwas an sich herrliches und vortresliches be- ^trachten lerne, welches auch in seiner Verdorbenheit »ochAchtung verdient; auch dann nicht verabscheut werden darf,wenn es nnS geschadet hat. Der Mensch, welcher unS am

) Tarve, von den Pflichten.