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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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IV. Abschnitt.

Von dem Einfluß der Liebe aus das Ritterwescn.

«<^ir haben in dem Vorhergehenden gesehen, wie oft manin jenen Rittcrzcitcn Tapferkeit mit Religion verwebte, undlcztcre mißbrauchte, und nehmen wir nun noch das großeRad aller Dinge, die allmächtige Liebe dazu, was wag,der Held nicht? Fesseln, Meeren, Ungeheuern, bietet erTroz. Hier haben wir also schwärmerische Tapferkeit, mitschwärmerischer Liebe verknüpft, die Haupt-Grundzüge des-sen, was wir eigentlich Rittcrzcit nennen.

Die schonen Gedichte der Minnesinger, diese glüklichc»Anfänger'des guten Gcschmaks, trugen daS Meiste gewiß!dazu bey, jener geistigen Liebe untc?dcn Deutschen aufz»-jhelfen. Die Liebe, welche bey andern Vblkern und in ve-'eigen Zeiten Deutschlands bloß Befriedigung des Nanirtric-Ibeö war, war jczt im zwölften und dreyzchntcn Iahrhuchdcrte, unter einer Klasse, die am nächsten auf den übrige»!Theil dcS Publikums zu wirken pflegt, großtentheils gehii-Iger, hatte aber desto mächtigere Reize für sie. Denn wem!wir sehen, daß ein Held oder Ritter so weit in seiner schwär-!menschen Liebe geht, daß er derselben beynahe alles unter-'ordnet, nur tapfer ist, weil er ohne Tapferkeit den Bc>>-i

und die Achtung seiner Schonen nicht erhalt; wenn njliebt, oft ohne alle Hoffnung, etwas anders je erhalten zu kea-jneu, als - günstige Blike, so ist eS zwar große Schwär-merei) aber doch in einem nach so mancher Rüksicht noch