Glut, wenn wir uns in jene schönen großen Tage derOlympiaspiele zurükträumcn, wo die Helden verschiedenergriechischen Stamme, gerüstet in ihrer Herrlichkeit sich ver-sammelten, und um den schönen Preis der Ehre buhlten.Es war dieß die schönste Schule der Tapferkeit, wo dieNerven der Seele gleich stark mit denen des Körpers, ge-härtet wurden, das Band des Patriotismus enger geknüpft,und Nacheiferung und edle Nuhmbegier angefacht, zugleichdas oft so nüzliche Gefühl des Selbstvermögens und daSdarauf sich gründende Selbstvertrauen in den Heldengcmü-thern erregt wurde; war daS lobenswertste Medium dama-liger Aeit, wodurch sich fremde Ehre verbreitete, und ebenso Beförderungsmittel der Kultur, die dann nur gedeiht,wann viele Menschen mit gegenseitiger Theilnehmung aneinander anrüken: charakteristisch für eine Nation, wo dieBlume der Tapferkeit, nach Pindar, die schönste, die un-verwelklichste war, wo Tapferkeit das höchste beneidungS-würdigste Geschenk der Götter hieß. —
Manches, z. B. Herolde, die AuStheilung des Dan-kes, die Schranken, u.dgl., hatten die Turniere mit jenenalten Spieren gemein; doch blikt in ihrer Einrichtung, dieaber natürlich auch nur stufenweise den Grad ihrer Voll-kommenheit, welche wir daran bewundern, erreicht hat,beynahe mehr Feinheit und Wiz durch, als in den altengriechischen, vorzüglich den Sinnbildern der Schilde.
Wir dürfen der Freundschaft, jener himmlischenNeigung, die Seelen mit Seelen verschwistert und zu glei-chen hohen Aweken zusammenstimmt, die Ehre erweisen,und sie zu dem ersten Grunde ritterlicher Verbindungen ma-chen. Sie scheint zwar bey der Chevallerie größrcnthcilsvon der starker« Anhänglichkeit an die Damen verschlungen