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yrn predigen-Hürfke: ich kann meine Stimme nicht bis zuihnen erheben. Ich lasse mir aber auch von Niemand, ersiehe, in melchem Rang er wolle, etwas in meinem Hand-! werke als wahr aufbinden, was der Vernunft und der Er«8 fahrung widerspricht. So weit gehen die Grenzen des Vor-» Urtheils nicht. Niemand ist von Fehlern frey, und dieje-» nigcn Fehler, welche von großen Leuten begangen werden,r sind für unS am lehrreichsten. Je mehr man sein Handwerkr studiert, je mehr wird man das Unzureichende seiner Fä-E Weiten einsehen, und seine Einsichten sicherlich nicht fürs das Ziel aller menschlichen Kenntnisse halten, noch gleich^ einem unbelesenen und ohne Unterricht gebliebenen glauben,daß der Bezirk der ganzen Wissenschaft in dem Musterplazeingeschlossen sey,
i Die meisten, die den Krieg studiren, gehen auf die> Staatskunsi, auf die großen Manoeuvres. Man hat es schonD oft gesagt: aber es laßt sich nicht oft genug wiederholen.Es ist ein alter Schaden, daß sich mancher Soldat nichtgenug, oder zu viel, oder auf Dinge besonders legt, dereneines das andere nicht verdränget noch aufhebet. Ich mey-ne, er studiret den Feuquieres, oder gar die großen Be-wegungen im Marschall von Sachsen; trvzt mit einer Er-fahrung von etwa Einem oder zwey Feldzügen, die er viel-leicht in früher Jugend gethan hat, und mit seiner franzö-sischen Belescnhcit. Eine geläufige Zunge sagt in Gesell-schaften das alles wieder, was bey der großen Anzahl de-rer, welche sich um Bücher nicht bekümmern, leicht unbe-kannt seyn kann. Der Anfänger stellet einen Zkantippusvor, her das ganze KorpS, die ganze Armee verändernwill. Mit diesem theoretischen Ansehen, welches oft nurbis auf die Probe in der Praktik dauert, tastet man dieMeynung an, daß die sogenannten Kleinigkeiten des Dien