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schall von Geckendorf sagte einst, als er über diese Sach«zu reden kam, sehr wohl: „Die großen Herren gäben sich^ unn'och'ige Mühe, viele Duell-Mandate ergehen zu lassen.ES würde doch keines gehalten. Er wollte ein weit kürze-'rcS verfertigen, welches einen weit bessern Eindruk machenwürde; und dieses bestünde darin: daß, wenn sich zwey schlü-gen, und eS verlöre wenigstens nicht einer das Leben, sosollten beyde Schlager infam gemacht werden." Man wirdvon selbst einsehen, daß der Feldmarschall seine Rede nichteben den Worten nach verstanden haben will. Aber es wäredoch gewiß immer gut, wenn diejenigen Duelle, welche mehreln Kinderspiel zu nennen sind, wenn beyde Theile vielleichtgar verabreden, sich in die Finger zu stechen oder zu hauen,oder den Arm Zu rizen, und dergleichen schöne Geschichten,mit einer offenbaren Beschimpfung belegt würden. Darausfolget jedoch nicht, daß jedes Duell den Tod oder eine tödt»liche Wunde, nach sich ziehen müsse, die Hoffnung aber,so leicht auS einer Ehren - Sache zu kommen, würde machen,daß vielen jungen Herren die kühne Lust verginge, ehrli«.bcnde Männer zu beschimpfen, ruhige Bürger zu kränkenund angenehme Gesellschaften zu beunruhigen. Die Hoff-nung, daß das Duell mehr ein Spaß seyn werde, als eineernsthafte Sache, bringet manchen Bramarbas dahin, denDegen zu ziehen, was er wohl unterlassen würde, wenn ernicht glaubte, daß es ohne Gefahr geschehen könne.
Wenn sich je die Begriffe, die man vom Duell hat, än-dern lassen, so kann es nur durch ein allgemeines Ueberein-kommen aller Staaten geschehen; eine Convention, sagt HerrGarve, die mit dem allgemeinen Frieden zugleich eintretenwird, weil sie mit ihm auf denselben Voraussezungen be-richt, eben dieselben Anstalten fordert.