werden. Der gurr Ruf eines OfficierS, und besonders de§jungen OfficierS, ist eine gar zu dclicate Sache. Ein Osfi-cier, welcher bey dergleichen Gelegenheiten seinen gmc»Ruf auch nur ganz leicht beflckt, ist nirgends vor Verfol-gung , Spöttcreyen und Verdrießlichkeiten sicher; den» daSallcrübclste ist, daß die allerfnrchtsamsicn Menschen sich als-dann gegen einen solchen gerade am bravsten zeigen wolle».
Die Regel ist richtig und nothwendig, die ein alter,versuchter und sehr gcschiktcr Preussischer Officicr gibt, wc»»er sagt: Schlagen Sie sich nie anders, als in Gegenwarteines Dritten, und dazu wählen Sie immer einen durchgän-gig irr gutem Rufe stehenden Officier. Wenn Sie eineAffine ohne Zeugen ausmachen, und sie fallt sehr ernstlichauS, so können Sie sich, bey der sichersten Ueberzeugung,vollkommen als ein ehrlicher Mann dabey gehandelt zu ha-ben, eine Menge unangenehmer Folgen zuziehen. Läuftdie Sache hingegen gar zu friedlich ab, so sind Sie vorallerhand darüber entstehenden Gesprächen, die Ihnen eben-falls sehr uachthcilig werden können, nicht gesichert. La-ben Sie eö mit einem tükischcn Gegner zu thun, so laufst»Sie Gefahr, auf die übelste Art behandelt zu werden.Dieses alles vermeiden Sie, wenn Sie, wo möglich, einen,oder noch besser, zwey Zeugen mir sich nehmen.
Wenn Sie sich schlagen müssen, und ich hoffe, dastSi!hiezu niemals die Veranlassung gegeben haben werden, stzeigen Sie sich bey dieser Gelegenheit immer wie ein Mannvon Ehre. Erfüllen Sie die zwischen Ihnen und Ihm»Gegner, vorher bestimmten Gescze aufs allerpünktlichste.Kämpfen Sie mit Muth und Gelassenheit, aber nie wirheimtükischer List,