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wenn es die Umstände gestatten, seine gereizte Leidenschaftsich allezeit erst wieder abkühlen, sezet sich zuvörderst ganzin die Situation dcS vermeinten Feindes, hört die ruhigeni Vorstellungen > welche die Vernunft zu desselben Vcrrhcioi-gung vorbringt- unparteyisch an, wiegt die erlittene Ärän-! kung gegen die, welche der Feind durch die Vertheidigungleiden würde, mit sorgfältiger Gerechtigkeit ab, und senet
^ sich, wenn er den vermeinten Feind verschonen, oder ganz
lossprechen kann-
Es ist indessen doch gnk, alles, was man thun muß, je, eher, je lieber zu thun. Man muß aber vorher billig alles. nur mögliche versuchen, um dieses heftige, und freilich gar^ nicht moralische Mittel, nur in der allcrausscrstcn Noth ge-^ brauchen zn dürfen: So bald aber kein anderes mehr übrig' , bleibt, als dem grausamen nun einmal aufgenommenem^ Vorurtheile nachzugeben, das noch zur Zeit das einzige öf-
! fcnrlich anerkannte Mittel ist, Beleidigungen zu versöhnen-
oder die der Ehre nachthciligen Dinge gleichsam wie ungc-sschchcn zu machen, so ist dieses, unter jenen Einschränkun-lgm, als eine Nothwehr anzusehen, die man mit Entschlos-senheit und ohne Zeitverlust ergrciffcn muß; und ist es ein-mal so weit gekommen, daß Sie den Degen haben zichcitmüssen, so steten Sie ihn nie ohne Ehre wieder ein, und er-»innern Sie sich der großen Regel, die auch kluge Schwcrt-I l scgcr auf den Degenklingen zuweilen cinzugrabcn pflegen :
. me tires xss ssns rsikon l ne me remettvs ftss kansdouueur!
Man muß sich hüten - Handel auf eine solche Art aus-> ^ Machen, woraus in der Folge noch mehrere entstehen könn-l ken; nämlich wenn sie nicht mit Entschlossenheit und ohnelanges Zaudern, nach de» Gesezen der Ehre ausgemacht
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