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Bleiben Sie Sieger; so behandeln Sie nach geendiateniStreit Ihren Feind mit Großmuth und rühmen Sie sich nieseiner Niederlage. Werden Sie besiegt, so leiden Sie mitGeduld; klagen Sie nicht, und machen Sie Ihrem Ueber-winder keine Vorwürfe, zeigen Sie ihm vielmehr, wenn ersich Ihrer Freundschaft nicht unwürdig gemacht hat, daßSie ihn deswegen nicht hasse». Sprechen Sie weder vornoch nach beendigter Sache zu viel davon, und am aller-wenigsten mit solchen Leuten, welche nichts davon zu wissenbrauchen.
Daß ich weit entfernt bin, Sie durch das, was ich indem unglüklichen Fall, da Sie zu einem Duell gezwungenwürden, hiebcy anrathe, zum militärischen Renommisten zübilden, davon hoffe ich Sie durch das, was Sie in dieserSchrift gelesen, hinlänglich überzeugt zu haben, und durchdic wichtigen Bemerkuuge», die Sie noch weiter lesen wer-den, noch vollkommener zu überzeugen. Ich bitte Sie viel-mehr bey Ihrem zeitliche» Wohl sich vor jenem verhaßtenCharakter zu hüten. Er hat niemals in der Welt viel Glükgemacht; heut zu Tage aber führt er ganz unvermeidlich insVerderben. In keinem Dienste werden dergleichen elendeMenschen lange gelitten; Cassation und oft am Ende garder Bettelstab, das ist mchrcntheils ihr wohlverdienter Lohn«
Ach! wie mancher junge Held > welcher nach seiner Ge-burt und Stand dazu bestimmt ist, als ein tapferer Mann,mit seinem Blute insonderheit zu Zeiten der wehrhaften Noth>dem Vaterlande zu dienen/ verlieret sein Leben und seineGesundheit, oder tragt verstümmelte Glieder davon, blosweil er sich vorgcsezt hat> entweder ein Braver zu seyn-oder weil er gar zu empfindlich ist, oder bey natürlicherGeneigtheit zum Jähzorn- sich der Unmaßigkeit ergibt! Wie
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