unbdaS, was ich noch weiter hierüber zu sagen gedenke, erwäge,«und auch immer genau befolgen wollen, so werden Sie alle ^Art von Händeln vielleicht ganz vermeiden können. DieVeranlassungen zu den allermeisten Duellen sind, wie Sie kschon gehört haben, sehr leicht zu vermeiden. Indessen kann ^es doch kommen, daß Sie bey den feinsten Sitten und bey ider allergrößten Verträglichkeit, doch wohl einmal Verdruß- slichkeit, Streit und am Ende gar Handel bekommen wer-den. Kein Mensch, und sey er auch der erste Wcltweiser, jist davor sicher, daß ihn nicht einmal ein wildes Thier an- ^ ^fallen, ein von. Dach fallender Ziegel treffen, »der ein halb- lunsinniger Mensch beleidigen sollte. Um wie viel leichter tist es also nicht noch, daß Jemand, der viel und beynahe ktäglich mit jungen, zuweilen etwas sehr rohen Leuten um-gehen muß, einmal in Verdrüßlichkcit kommen konnte! Soll- ' ^tc eS demnach geschehen, daß Sie mit einem andern in ^Streit kämen, so hüten Sie sich in jedem Fall, vor allen ^ !unanständigen und pöbelhaften AnSdräken, welche nach der i ^einmal angenommenen Meynung in dem Soldaten- und 2ldel- > ^stände, nicht anders als mit Blut abgcwaschen werden j ^können. Sind Sie aber auf eine so grobe und empfindliche !Art an ihrer Ehre angegriffen worden, daß Sie sich ganz ,unausweichlich zu einem Duell gcnothiget sehen, so lassen « 'Sie sich doch wenigstens, wenn Sie glauben, eS nicht ver- l«neiden zu können, die Mordsucht nicht einnehmen. Scho-nen Sie, wenn Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu sezen, ^ lschonen können. Behalten Sie Gegenwart des Geistes und j szeigen Sie kalte Herzhaftigkeit und Entschlossenheit.
Auch der Menschenfreund darf sich vertheidigen, abereine durch Weisheit geleitete Güte bestimmt seine Selbstvcr- stheidigung. Er vertheidiget sich nie, wenigstens nicht ohne ^die allerhöchste Noth, in der ersten lebhaften Empfindung j?des Schmcrzcns, den die Eigenliebe vergrößert. Er läßt,
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