art regieren lassen; er würde seinen Grundsäzen nicht mitGewalt untren werde», wenn nicht das Irrlicht des fal- lschcn ?oint ä'üonnenr ihn verführcte, wenn nicht die all- ^gewaltige Stimme unabläßig in seinen Ohren tenete: Was
werden die Leute dazu sagen, für wen werden sie dich Hai- iten, wenn du dieß oder jenes auf dir sizen lassest? Wel- 'chcn Nachtheil würde eö deinem Glüke bringen ? Derjenige ibleibt immer zu bedauern, der in die unglüklichc Rvthwcu- 'digkcit gcsezt wird, das Entweder — (i)der, bey sich zuentscheiden. Er wähle daS eine oder das andere, so ist ckunglüklich, nur mit dem Unterschied, daß die Beweggrün-de für daS, was sein Gewissen gut heißt, ungleich wich-tiger sind, als diejenigen, welche von einem blendendenPoint 6'Ironneur angegeben werden. Das Beste, vielleichtdas Einzige, daS man, so lange dieses Vorurihei! noch herr-schend bleiben wird, thun kann, ist wohl lediglich dieses:daß man trachte in allen Gesinnungen und Handlungen,wahre, auf Tugend gebaute Ehrliebc und Rechtschaffcnhcit,von sich bliken zu lassen, und daß man sich bestrebe in al-len und jeden Gelegenheiten, wo es die Ehre und der Rnzcndes Dienstes erfordert, Merkmale von »»bezweifelter Uncr«schrokcnheit und Hcrzhaftigkcit zu geben; daß man die edleEntschlossenheit zeige, selbst das Leben, wenn es nothwen-dig ist, für das Wohl dcS Vaterlandes gern hinzuge-ben. Endlich, daß man durch ein sittlich-gutes, gerechtes,liebreiches, anständiges und vernünftiges. Betragen, alleGelegenheiten zu Verdrießlichkeiten vermeide, und dadurchdie Gefahr,' in Widerspruch mit seinen Grundsäzen gcseztzu werden, vermeide. Wir werden, in dem folgenden Ab-schnitte uns über die Nothwendigkeit einer klugen Bcnch-nmng weitläufiger ausdehnen, vorher aber, nur noch dieHaupt-Gründe vor Augen stellen, die man für und gegendie Duelle anzuführen pflegt.
ES