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Es ist sonderbar, daß dieses schädliche Vorurtheil, derGebrauch nämlich, die beleidigte Ehre durch ein Duell ab-zuwaschen, nur unter Christen herrschend ist, denen die Rc-.ligion, zu der sie sich bekennen, die Sittenlehre, die sieselbst als eine heilsame Regel für daS Wohl der Menschenanerkennen, und die durch beyde gcrcinigtere Philosophie,zumal in Zeiten, wo Aufklärung und Duldung die Licb--lingsmaterien geworden, von der man spricht und schreibt,ganz andre, der gesunden Vernunft angcmcßnere Grundsazsan die Hand geben könnten; sonderbar, daß Christen ihreEhre gegen die Angriffe eines jeden, auch noch so unmora-lischcn Menschen, wäre auch gleich seine eigene Ehre nochnicht von alten FlekcN gcrcinigct, nicht anders in Sicher-hcit stellen können, als dadurch, daß sie wagen, entwedereinen Mord zu begehen, oder selbst gemordet zu werden.Diesen Sieg hat Christenthum und Vernunft noch nicht
tennilch cingcsvgene von den alten Deutschen, unsern bar-barischen Vor-Eltern ancrerbtc, und noch immer auf un-sere Kinder fortgepflanzte Vorurtheilc und Gewohnheiten!Niemand wird läugncn können, daß die alten Römer und
l Juden Muth und Herzhasiigkcit genug bewiesen, und daßk ihre Offnere auch für Leute angesehen seyn wollten, die
st Herz hatten, und die sich gewiß nicht für feige Memmeniz wollte» halten lasten: Dessen ungeachtet, bey allen ihren! öffentlichen und Privat-Strcitigkcitcn, die in und außerr der Armee so unzählige Male entstanden, wußten sie nichtsU lwm Duelliren oder von jenen falschen Maximen der Ehre,k welche die Duelle veranlassen und ihre eigentliche Nahrung.z sind. Kein hochherziger Römer, der willig sein Leben fürh die wahre Ehre hingab, erkannte eine solche Ehre an. Wirh müssen uns hier einer Geschickte aus dem Leben deS The,r mistscles erinnern, und dieser eine Anmerkung beyfügen,
ist durchgängig erhalten. So mächtig sind die mit der Mut-