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jene Wahrheiten laugnet nnd nicht cingestchen will, alsdarin, daß man sich, troz derselben, von einem angcerb-tcn, weit ausgebreitetem Vvrurtheil, meistens mit Wider-spruch der Vernunft und des Gewissens, dahin reisten läßt.- Man halt denjenigen geradezu für einen schlechten Kerl,der die göttlichen und menschlichen Geseze durch einen, mei-sicntheils aus nichts entstandenen Zweykampf, nicht ver-lczcn will. Man halt denjenigen für feig und niederträch-ß tig, sollte er auch seine Hcrzhaftigkcit und Tapferkeit, selbstiin Dienste des Staats, dem er dient, vielmals auf die un-> zwcydentigstc Art bewiesen haben, der Bedenken tragt, ei-nen Diener des Landesherr!!, einen Freund, einen Neben-Mcnschcn zu morden, oder sich der Gefahr anSzusezen, selbstermordet zu werden. So lange diese Meinung bestehen,so lange cö scheinen wird, als sev Mandarin stillschweigendübereingekommen, daß derjenige, der sich ohne Selbsige-j nugthuung beleidigen lassen, Zeichen der Feigheit und Furcht-samkeit voll sich gebe, und dadurch seine Ehre besiehe, und, ihn würdig mache, aus der Gesellschaft seines gleichen ausge-sivßen zu werden: so lange dieses Vvrurtheil seine Macht be-i halten, und in die Gestalt der Tugend eingekleidet, geduldet
! werden wird; so lange wird auch alles Moralischen, alle
i Gründe der Vernunft und der Religion, gar wenig strich-
^ ten. Der mächtige Eindruk, daß man mir der Ehre auch
s die zeitliche Wohlfahrt darüber verlieren könne; das Schrek-
' ^ bild der Schande und der Verachtung, wird starker und über-
i wiegender als alle andre Betrachtungen wirken, besonders
j ^ auf den, der wirklich Ehrliebe hat, oder auch auf den, der
^ von einem heftigen und rachgierigen Temperament ist.
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" Unstreitig würde mancher, von sanfterer Gemüthsartund besserer Ueberzeugung, seinem Beleidiger großmüthig' verzeihen, und sich gern von seiner sonst edlen Denkungs-