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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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derjenige, welcher, ob er gleich seine Schwäche und die Ueber-macht andrer Dinge einsieht, doch sich blos aus sich selbstverlassen muß. Das Kind wird beherzter, wenn seine Wär-terin in der Nähe ist: der Soldat ist beherzter, wenn ereinen Feldherrn hat, aus den er sich verlaßt; mit dem Todedesselben hört oft auf einmal seine Tapferkeit auf.

Wie sehr muß es die Tapferkeit oder die Gednlt einesvernünftigen Mannes stärken, wenn er sich mit dem gan-zen Weltall verbunden, und einen Ncgiercr von der höch-sten Einsicht und Güte, an der Spizc desselben denkt?Der Patriotismus stärkt mich nur da, wo ich im Angesichtsmeiner Mitbürger für sie handle und leide. Der standhafteGlaube au eine Vorsehung, stärkt und erhöht den menschli-chen Geist zu allen Zeiten. Eine jede Verfassung der See-le, die durch die Religion und gesunde Vernunft regiertwird, ist dadurch nur desto fester und unbeweglicher. Zag«heit und Furchtsamkeit vergrößert die Gefahr, und benimmtden Gebrauch der Ueberlcgung. Die Furcht, die sich desZaghaften einmal bemcistcrt, stürzet ihn gewöhnlich in ganzunvermeidliche Gefahren, und sogar in weit größere alsdiejenigen sind, die ihn Pflicht und Ehre vergessen machten.Man muß daher die Gefahr vorher kennen lernen, ehe mansich hinein waget. Wenn sie uns nicht unbekannt ist, sowerden wir dadurch so viel uncrschrokcner seyn. Man mußsein Leben bis zu dem Augcnblik schonen, da es nothwen-dig seyn wird, es zu wagen, oder zu verlieren, und so wer-den wir dem Staat nur desto besser dadurch dienen. Einewahre durch vernünftige Religion erzeugte Frömmigkeit undRechtschaffenhcit vermehret die Herzhaftigkcit: denn wederUnglaube noch Aberglaube lassen daS Gemüth zu derjenigenHeiterkeit und Zuversicht kommen, welche der Tapferkeit nö-thig ist. Der vortreffliche Ritter Zimmermann sagt in sei-