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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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beym Anblik des Treffens, hier fordert mich mein zeitli-cher und ewiger Beherrscher aus, eine Probe meiner Recht-schaffcnheit zu geben. Der allwelse Gott hat diesen Tagder Gefahr für mich gemacht. Ich kann darin umkommen,aber gewiß nichr olmc besondre gütige Absichten meinesSchöpfers. Untersiüze mich, mein Gott! Ich will in mei-nem Berufe getreu seyn. Verlieren kann ich heute nichts,Entweder werde ich nach wenigen Stunden siegreich dirdanrcn, oder siegreich bey dir seyn, mein Gort und meinEi loser l

Ein Soldat, der in solcher Fassung sieht, kann alleinnnr sagen, was Racine in seiner Athalie den I'oab sagenläßt:

5« crains Dien, ober Rbner, je n' -stpciinc ck'antre Erachte!

Wär? es wohl imchich, daß dieser Gottfürchtende Sol-dat nicht ein guter und bey gleicher Fähigkeit, Thätigkeitund Fleiß, nicht auch ein besserer Soldat seyn sollte, alsjeder andre? Das unfcblbarsic Mittel also unsern Mnchund unsre Tapferkeit zu starken und zu verdoppeln, isi, einguter Christ, ein rechtschaffener Mann zu seyn.

Muth und Gcdult hängt unter allen Tugenden vielleichtam augenscheinlichsten mit der Ueberzeugung von dem Daseyneines Gottes zusammen. Die Geschichte lehret, daß die En-thusiasten immer tapfer gewesen sind. Mir welchen Irrthü-mern auch ihre Religion, mit welchen Ausschweifungenauch ihre Tapferkeit verbunden gewesen sinn mag: so be-wctßt doch ihr Beyspiel, daß die Furcht vor der Gefahr,durch eine lebhafte Vorstellung von. Gott vermindert wird.Es ist natürlich, daß der, welcher Anstalten und eine Für-sorge für seine Glückseligkeit glaubt, dreister handelt, als

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