siüzung. Der Herzog Ferdinand von Braunsthwcig rief? ^ in der Schlacht bey Crevclr seinen, wider einen weil über-legenen Feind kampfcnden Soldaten zu: „Seyd guies
„Muths, Kinder! Gott ist mit uns !" Als seine Officiereihm auf dcr Wahlsiatt zu dem erhaltenen Siege Glük wünsch-ten, antwortete er ihnen : „Wünschen Sie mir nicht Glük,betrachten Sie aber diesen Anblik. Es ist das Zehntem«!,daß ich es mit ansehen muß. Ich wünsche aber, daß eSm,n das Leztcmal seyn möge!"
Gustav Adolph, der größte Held und Meister in derKriegskunst seiner Zeit, sagte: Der beste Christ ist alle-zeit der beste Soldat! und warum denn wohl? weil erüberzeugt ist, daß es Gottes Wille sey, den Befehl seinesRegenten zu vollziehen, weil er hoffet, daß ib» Gott aufdem Wege seiner Pflicht unlerstüzcn werde: weil er weiß,baß Gottes Vorsehung alle Schitsale der Menschen anord-ne, regiere und zum Besten der Tugendhaften wende: weilers für Gottes Befehl hält, für seinen Fürsten und für seinVaterland auch sein Leben zu lassen: weil er gewiß ist, daßGott der gerechten Sache den Sieg geben werde. Im Ge-fechte, sagt daher auch ein heydnischcr General, (Xenophon) sind diejenigen, welche die Götter fürchten, am we-nigsten bange vor den Menschen. In einer ander» Stelle(Cpropäd. i.B.) sagt er: demjenigen wird viel leichter,so wie von den Menschen . also auch von den Göttern seineBitte gewahret, welcher denselben nicht nur dann, wann er inNoth ist, schmeichelt, sondern im höchsten Glüke vielmehran die Götter gedenket." Hieraus erhellet, daß nur dieSoldaten nur dann recht brauchbar im Kriege sind, wennsie entweder die Hölle nicht fürchicn dürfen, oder, wenn sieweder vom Himmel noch Hölle etwas wissen, das heißt,wenn sie Vieh sind. Hier, denkt ein christlicher Soldat