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Ist Gott für unö, wer mag wider unö seyn? ^Tiefes Vertrauen zu Gott ist besonders bey einer Nieder- !läge und im Uuglük nöthig, wo es scheint, alö wenn unö r,Gorr verlassen hatte. Der wahre Christ — und dieser iß ;immer der beste Krieger - ist von dem großen Gedanken ^überzeugt: daß Gott die allgemeinen und besondern Schiksalc ^der Menschen ordne, und regiere; daß die Rathschlüsse desscl- tden nichts als das Glük der Menschen zur Absicht habe», ^auch wenn sie nicht mit unsern Wünschen übereinstimmen; ssdaß Gott den Tugendhaften nicht verlassen kenne; — daher lvertraut er ibm auch im Uuglük, und ist fest versichert, idaß er ihn eben so gewiß wieder mit seiner Hülfe erfreuen swerde > als ein gütiger Vater seinen gehorsamen Sohn, fWenn mir Angst ist, sagt ein großer König, so rufe ich den »HCrrn an, und lchrcye zu meinem Gott, so erhört er meine !Stimme — und rüstet mich mit Kraft — und gibt mit imeine Feinde ln die Flucht. Gott ist meine Zuversicht und !Starke — darum fürchte ich mich nicht — wenn gleich die sWelt unterginge, und die Berge mitten ins Meer sanken: eder Herr Aebaoth ist mlt uns, der Gott Jacob ist unser ^Schuz! Und allemal ist sein Vertrauen aufs herrlichste bk- llohnt worden. Wer so wie David, Gott zum Freunde hat, ^der darf in keiner Noth verzagen. Alö Kaiser Rudolpy srm Anzug wider den König cUrrorar begriffen war, fragte kihn der Herr von Klingen, wer seinen Schaz in Verwah- inmg habe? Der Kaiser antwortetet ich weiß von keinem sSchaz, hab' auch weiter kein Geld in meinen Handen, als lfünf Schillinge schlechter Münze. Wie wollen Sle denn fKrieg führen, fragte ihn der Edelmann? Rudolph gab kihm hierauf Zur Antwort: Mit dem Gelde, das wir gt- ;winncn werden. Wie mir Gott bisher Vorsehung gethan, kso wird er mir auch in diesem Zug thun können. So stund ?er in einem grenzenlos» Vertrauen auf eine höhere Unter- /