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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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wenig erholt hatten, nahmen mir unS untereinander beyder Hand, und ein jeder sah in dein andern mit Errörhcn,den Zeugen seiner Furcht und seiner übereilten schändlichenFlucht; und alle kamen miteinander in der Meynung über-ein: daß Gott dem Menschen die Herzhastigkeit und Uner»schrokenheit nicht schenke, sondern »ur^eihe.

Es ist nicht allemal ein Merkmal von Herzhastigkeit !und Uncrschrokenheit, wenn ein Mensch mit Ungcsiümm -auf eine Gefahr losgehct. Es ist bisweilen eine Wirkung ?der Furcht: eine gewisse Betäubung, eine Erschütterung -der Seele, die sie auS ihrer ruhigen Fassung bringt. Ganzanders ist die überlegt^ Tapferkeit clnes starken Geistes be-schaffen, die matt an der Ruhe des Gemüths erkennet, wel-che von der Weisheit gewirkt wird, und das Werk der Vcr- imusst, Ucberlcgung und Erfahrung ist- Eine Tapferkeit,die etwas gleichförmiges, etwas glcichgcspanntcS in allen -Handlungen mit sich führt: Und so hat jene Ruhe der See- sle , auch Gegenwart des Geistes zur Folge. Der Cardinal -von Retz erzählt in seinen Memoiren eine artige Geschichte, -die ihm und dem Marschall von Turenne begegnete:Sie ssrcis'ten einmal in einem Wagen mit noch andrer Gesell-schaft und ihren Bedienten, sehr früh vor Anbrach deS Ta- >ges, nach Paris. Aus dem Wege dahin erblikten sie ploz« ilich in der Ferne ein langes Gefolge von schwarzen We« ?scn. Allen stehen die Haare zu Berge, sie kreuzigen, se»gnen sich, und rufen: Ave Marie; die beyden Herrn aber, zTurenne und Rctz, springen auS dem Wage,', nehmen den lDegen in die Hand und gehen auf die schwarzen Wesen ?los; R.etz heftig, Turenne gelassener. Die unbekannte» hGeschöpfe erschrcken nun weit gewaltiger, als sie erschrakt khatten. Menschliche, uni Gnade flehende Stimmen lassen !sich hören, und cntdekr sich, daß es das Gefokg eines

gan- s