haftlgkeir der neuen stet^ gewachsen zu seyn. Zwar strebet !der Weise durch einen langen Kampf nach diesem Nicht- !Entsezcn: Vorschriften, Regeln, wiederholte Betra chtungensollen ihm die Gleichmüthigkcit und Festigkeit verschaffen , dieallein glüklich machen und auch glüklich erhalten karrn. Unstrei- ilig gelangt er endlich zu dieser Ecmüthsvcrfassung; zwar ileider oft erst, wann sie bald unnüz wird: jedoch gelingt es iihm in so weit, daß er sich ausrecht erhalten kann, und hoch- rsiens nur mit einer Hand noch stemmen darf. Aber die er- !,sie Anwandlung deS Schrekcns vermeidet er selten, die erste "Bestürzung, die Abwesenheit des Geistes auf einen Augen- ^blik, die einer Verfinsterung und Verdunklung aller Ideen !so nahe ist. Es kann die Wiederholung, oder Wiederkunft lder nämlichen Dinge, die sonst bey jeder gewöhnlichen Seele lzuerst Schecken erregen, sie kann durch die bloße Macht der Ge-wohnheit einige Unerschrokenycit hervorbringen. Es ist nicht Izu zweifeln, daß Erziehung, Beyspiele und Umgang mit therzhaften Menschen, die uns mit der Gefahr bekannt ma> schen, zu einem Grad von Herzhaftlgkcit erheben, die wireigentlich von Natur nicht haben; aber obschon diese von tjedem Mann von Ehrs und Gewissen, das er mit seinen kPflichten stets vor Augen haben wird, gesucht werden soll, 'so ist sie doch mit jener angebornen gar nicht zu vergleiche».Die Tapferkeit des BlutS läßt sich von der Tapferkeit, >welche aus standhaften Grnndsazen entsteht, nicht absondern!denn eS ist zu begreiffcn, daß wenn nicht in der Natur an- igeborne Fähigkeiten und Anlagen vorhanden waren, so würde res dem Menschen völlig unmöglich seyn, sie hervorzubrin-gen: es muß also in jeder Tugend etwas angeborncs seyn,und wenn der Mensch etwas dabey thun kann, so ist esnur die Wartung des Samens, welchen die Natur bey ihm s
ausgestreuet hat. Was wir in gewissen Seclenzustanden -aus.Vorstellungen nicht erklären, durch Vorstellungen nicht