veranlassen können, davon suchen wir die Ursachen im Kör-per, im Lauste der Safte, in den Nerven, im Grundstoffeder Seelen — das heißt im Grunde, wir wissen nicht, wosie ist.
Beyde Arten der Ursachen finden wir auch bey der TugenddeS MuthS und bey ihren verschleimen Arten vereinigt — Et-was von der Starke, welche zur Gednlt, und von derjenigen,die zur Tapferkeit nöthig ist, liegt nicht in den Ideen > nichtin den Grundsazcn, — Was cS eigentlich vollständig sey, istunbekannt. Aber das sehen wir, daß Starke und Gesund-heit des Körpers, auf Hcrzhaftigkcit, und eine gewisse nach-giebige Biegsamkeit der Fibern, auf Gedult und Ausdanern,Einfluß habe. Beydes kann durch gewisse Uebungen beftr-dcrt, aber beydcS kann schwerlich zugleich in hohem Gradeerhalten werden. Wcrs auch sey, der sich rühmt, daß erdem Tod ohne Schecken in die Augen sehe, — er lügt,Jeder Mensch fürchtet zu sterben; daS ist das große Gest;aller empfindenden Wesen , ohne welches, was nur sterblichist, sehr bald in seiner Gattung vertilgt seyn würde. DieseFurcht ist ein ganz natürlicher Trieb, nicht allein unschul-dig, sondern sogar seinem Wesen nach, gut, und derOrdnung des Ganzen gemäß. Alles, was sie schimpflichund strafbar macht, ist, daß sie uns zn Zeiten verhin-dern kann, recht zu thun, und unsre Pflichten zu er-füllen. Beförderte die Tapferkeit leine andere Tugenden»so würde Feigheit aufhören ein Laster zu seyn. Wer seinLeben mehr liebt als seine Pflicht, ist der Tugend nichternstlich zugethan. Aber waS für eine Art von Verdienstkann darin liegen, dem Tode zu trozen, um ein Verbrechenzu begehen ?
Ein bescheidener Offt'cicr gestund einst dein Marschallvon Euren,ic offenherzig. daß es ihm allemal bange wür-