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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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glänzend belohnt werden. Diese Begriffe hatten die erstennordischen Böller, durch die Zeit aber verderbte sie derMißbrauch. Sie nennten das nicht mehr Tapfer, für dasBeste des Vaterlands , für seinen Fürsten sein Blut Vergüs-sen ; sondern die Tapferkeit wurde eine Schimäre, und inder mittlern Zeit, kam das mißverstandene l'cünr ä'bou-neur, das seit dem so manchen auf Irrwege geleitet hat,

Die Natur hat ihre Gaben und Fähigkeiten nicht gleichausgetheilet. Ein Offieicr, der aus einer niedern Stufevortrefiich ist, erfüllet vielleicht, wenn er zu einer hohemgelanget, die Erwartung nicht, die man sich von ihm ge?macht hat.

Die Gegenwart des Geistes ist die nöthigste und herr-lichste Eigenschaft eines Officiers, besonders eines GencraÜ,und um so schazbarcr, je seltener man sie antrifft. Sie isteine Tochter der Erfindungskraft, von dem Verstand undder Erfahrung erzogen. Sie verläßt ihre Lieblinge auchunter den Gefahren niemals, und zeigt ihnen, wo tausendandere vielleicht mit eben so viel Wissenschaft und Kennt-niß, aber etwas langsamern Verstände begabte, keine Ret-tung noch Hülfsmittel sehen, den Weg dem Unglük auszu-weichen, oder es wohl gar zum Vortheile zu kehren.

Die Gegenwart des Geistes sezt allezeit eine vollkom-mene Unerschrokcnhcit voraus, und kamr ohne diese garnicht seyn. Ohne persönlichen Muth vermag keine Kunstetwas, wann Noth an Mann gehet: denn die Furcht ver-stattet nicht, sich zu besinnen, und die größte Gcschiklich-keit ist ohne Tapferkeit nichts nüze. Wie sollte derjenige,der bey mißlichen Umstanden sich fürchtet und blos au dieGefahr und ihre schrcklichen Folgen denket, Hülfsmittel ge-gen selbige erfinden können? Nein, hiczu gehört ei» freyer