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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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Hütten vereinigen sollen. Die einen haben allen Widerstandverboten, um dem Haste zu wehren: die andern haben den.haß erlaubt, um den Widerstand möglich zu machen. DasLezkere ist die gewöhnliche Moral der vornehmen Standedes politischen LcbcnS: (welche geneigt sind, die Duelle zuvertheidigen ) daS erste ist die der geringern Stande deS Pri-vatlebens, und ist ohne Grund für die Moral der Religiongehalten worden.

Diese unvollständige Betrachtung des Gegenstandes, istauch die Ursache, warum man geglaubt hat, die Pflichtder FcindcSlicbc in der alten Moral nicht zu finden; war-um man der christlichen Moral vorgeworfen hat, daß siesieigc mache. Man hat auf beyden Seiten die Ausdrükeübertrieben: man hat die des Gegners auf beyden Seitenmißverstanden.

Kein Lehrer der Tugend, von welchem Erundsaz er auchausgegangen seyn mag, hat den Haß erlauben oder vor-schreiben können. Ein beständiger immerwährender Haß istder »iiglüklichsie, wie der verderbteste Anstand des Gemüths.Wer Ungerechtigkeit verbietet, kann Feindschaften im eigent-lichen Verstände nicht gut heißen. Wer von Verbindlichkeitzur allgemeinen Menschenliebe redet, hat eben dadurch dieLiebe der Feinde zur Pflicht gemacht. Wenn die alten Phi-' losophcn sagen, daß weder Eigenthum noch Ehre wahre Gü-ter sind: so können sie Beleidigungen, die immer nur das eineober das andere angreifen, nicht für unverzeihlich halten. Aberda sie mehr aus Erhabenheit dringen ; da sie die Tapferkeit zueiner Hauprquclle der Pflichten machen; da sie in freyenStaate», und größtcnthcilö für Staatsleute schrieben: sowird von ihnen der Streit mit Gegnern, als eine unver-meidliche, und eine oft ehrenvolle Rolle auf den, Sehauplazedes Lebens beschrieben.