Aber Widerstand ist oft nothwendig: und die Fähigkeitdazu, gehört zum. Cbarakter eines vollkommenen Mensche», rWer sich nicht andern widerst;en kann, wird nie etwas aus-richten. Denn jede noch so nüzliche Neuerung findet Gegner; ssjeder Vortheil, den wir erhalten, crwekt -leider. Weber jdas Beste dcs-Publicums, noch unser eigenes kann befördert !werden, wenn es nnS an Muth und Entschloftenheit fehlt.unS denen entgegen zu stellen, welche anS Irrthum, oderaus Eigennuz, unsre Plane zu stören suchen.
Aber ist dazu Haß nothwendig, als ein Mittel; oderist er dabev unvermeidlich als eine Folge? —
Frenlich wird der Widerstand lebhafter seyn, wenn clnchzwiefache Leidenschaft uns dazu anfeuert, eine, welche aufdie Person, eine andre, welche aus die Sache geht.
Indessen lehrt uns eine andre Erfahrung , eben so sicherals jene obige, daß es das augenscheinlichste Merkmal mSchwache ist; wenn man nöthig hat, erst ausgebracht zuseyn, um andern Menschen widerstehen zu können.
Schwache Herren können ihren Bedienten, schwache Äl-ter ihren Kindern, nicht eher etwas verweisen, als bisserecht zornig werden. Dieß verdirbt die Auchc von beyde».So geht es im ganzen menschlichen Leben. Der tapst«Mann sagt und thut mit kaltem Blute, waS die Umstand!erfordern, und waS sein Recht ihm erlaubt, eS mag Efallen oder nicht: der Feige fürchtet sich vor andernscheu, so gerecht seine Sache seyn mag, bis er durch d»Zorn, wie durch den Wein, beherzt gemacht wird.
Aus Mangel dieser Beobachtungen, haben sich diebalisten, in die Pflichten / so zu sagen, getheilt, welches«