W und unempfindlich zu seyn, oder durch Ränke und Ueber-lisiuugcn sich ein Ansehen von überlegenem Verstände undseiner Politik zu geben ; hier ein andrer, der durch Schmei-chelet), Falschheit und affcctirtes Wesen, es sich zur Ehremacht, daS zu seyn, waS der wahre Hofmann nicht ist;der mit seinem Stand, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit zu ver-binden weiß; da ein Bramarbas, der mir »»ächtem Ehr-gefühl, sich durch die Menge seiner Raufcrcyen, Eingang
eher die Ehre lediglich in seiner Geburt, seinem Stande,Reichthum und äußerlicher Pracht, oder einzig in dem sucht.
was ihm daS Glnk ohne seine Mitwirkung zugewendet hat;
wieder andre, die sich durch besondre Heiligkeit vor andernhervorthun wollen, und noch andre, die größten Thorenvon allen, die sich durch Jrrcligion, Spotten und Verwer-fung der heiligsten und vernünftigsten Wahrheiten einen Vor-zug und eine ehrenvolle Auszeichnung vor andern erwerbenwollen. Die wenigsten suchen die wahre Ehre in innerli-chen Vortheilen, die sie durch gewistcnhafte Erfüllung ihrerPflichten, durch die Geschiklichkcit der Welt nüzlich zu seyn,überhaupt durch Rechtschaffcnhcit und Verdienste erlangen.Die meisten begnügen sich mit den Zeichen der Ehre, ohnesich um die Ehre selbst zu bekümmern.
Ach, wie vielen hat das Bestreben nach Ehre und Ruhm^ das Leben unruhig und miglüklich gemacht? Nicht, weilIs es nicht löblich und an sich erlaubt wäre; sondern weil esso leicht in die bösen Eigenschaften des Ehrgeizes und Hoch-n wuchs ausartet. Wir sind beydes, ehrgeizig und hochniü-s chig, wenn wir Ruhm und Ansehen blos um unsertwillen,s als einen Zwck und nicht als ein Mittel zu höher« guten! Absichten suche».
in den Tempel der Ehre verschaffen will; dort einer, wcl-