seyn kann, strebt der Eillc mit der größten Begierde, oftohne wahre Verdienste zn habe», oder sich dieselben zu er-werbe».
Unedler Stolz, oder derjenige Fehler, wo mau seinenVorzügen einen allzu hohe» Werth beyleget, und sich dies;in seinem Betragen merken läßt.
Hochmuth, oder der Fehler, wo man sieh eingebildete-Vollkommenheiten beylegt, und dieß in seinem Verhallen ge-gen andre zu erkennen gibt.
Hoffart, wo man eitel und stolz zugleich ist.
Aufgeblasenheit, wo man andern seinen Hochmuthdurch deutliche Merkmale der Verachtung zu erkenne» gibt.
Die mißverstand»»; Ehre und das falsche l'oint <l'bc>n-nsnr ist ei» Tand, ein Nichts, die um so eher zu den greu-lichsten Thaten verleiten, als sie zuweilen der Tugend glei-chen. Dieser ermordet seinen Freund in einenr Duell, weilsein falsches lVint ä'lronnLur ihn glauben macht, daß seinebeleidigte mißverstandnc Ehre, ein solches Opfer von ihmfordrc. In jenem gutherzigen, von Natur sanftem Mäd-chen ersiikc die falsche Schande und Ehre, den stärkste»und zärtlichsten Naturtrieb; nachdem eS der wahren Ehre ?nicht geachtet, so wird dieß furch, ame getäuschte Mädchen !aus falscher Schaum und Ehre, grausam ja ein Ungeheuer, ;das die Beweise seiner Verlornen Unschuld und Ehre zcrnich- l
tct. Wie viele sind nicht schon Mörder an sich selbst gc- j
worden, weil sie den Verlust ihrer Ehre nicht überleben woll- jten! Jener verschwendet sein Vermögen oder zerrüttet seine 'Gesundheit, weil er von falschen Begriffen der Ehre gelei-tet , solche in Dinge sezt, die gar nichts mit ihr gemein ha-ben. Hier ist einer, der sich eine Ehre daraus macht, hart
und !