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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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Der Ehrgeizige hat eigentlich kein Gefühl in seinem Her-zen, als das Gefühl seines Ruhms; er kann Ströme Blutvergießen, um zu siegen, sich in die Gefahren des Todeswagen, um den Lorbeer des Helden zu erbeuten, und dieThränen ganzer Nationen gleichgültig ansehen, um seineEifersucht oder seinen Neid zu befriedigen. Er wird unge- !recht, sobald cS seine Ehrsucht befiehlt. Er wird ein Mör-der , sobald er dasjenige, worin er seine Ehre sczct, gekranktglaubt. Er wird ein nachlässiger Vater- ein gebietrischcrFreund, ein beschwerlicher Amtsgenosse, und überall seineigener Feind seyn. Ehrsucht ist Marter und Unglük; sie !ist ein ewiges Feuer, das weder durch die Zeit noch selbst ^durch die Ehre gelöscht wird. Die Ruhe, die Zufriedenheit list das bcschicdne LooS des Menschen, und die Tugend daSeinzige Mittel, dieses Kleinod zu erlangen- Der Ehrgc'gi-!ge kann dieses nicht begreiffen; seine Leidenschaft spornet ihn ^beständig, er kennet keine Glükseligkeit, die nicht von allemSchimmer und Pomp umgeben ist, welche er für die wah-ren Güter des Lebens hält. Triumphwagen, Schlachtfel-der, Lorbccrkränze, Ordensbänder, der Schutt zerstörterStädte, die über ganze Lander verbreitete Verwüstung sinsdie Bilder, welche in seinen, Begriffe von der GlükseliMdas Wesen derselben ausmachet. Er genießt nichts, als zn- jrükprallcndc Freuden: Freuden, deren Strahlen von, Hc!-lden sich gegen den blöden Verstand der Thoren breche»,!und dann erst von ihm gesehen werden. Seine Glükseligkeitisr, ldaß andre ihn für glükselrg halten, und daß ihn der Alberm sbewundert. ^

Ruhe ist dicht das Loos des Ehrgeizes. Sehet, Läfin,hat Rom besieget: was fehlt ihm mehr, seine Leidensclm^zu vergnügen? war eine Welt nicht genug, ihn zu be-M-ken? Eine gesittete Welt, eine Republik, deren Lürzcr