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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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,„,s der gute Name kein Schall ohne Bedeutung seyn soll.Der Mensch im geselligen Leben ohne allen Ehrgeiz ist eintodtes Marmvrbild, zu jedem Großen und Edlen untaug-lich — der Krieger aber ohne Ehrgeiz ist noch weniger alsdieß, weil er ganz für seine Bestimmung verloren geht, undzu keiner Aufopferung, die allein Helden macht, fähig ist.Man muß sich aber wohl hüten, den Ehrgeiz mit Ehrsucht,Ruhmbcgier mit Ruhmsucht, zu verwechseln; denn zu jeschönern Tugenden jene spornen, zu desto niedrigeren Lasternreisten diese hin, Der Soldat kann ohne Ehrgeiz, ohneRuhmbegier nicht bestehen; das göttliche Bild beyder mußihm im Tumult der Schlacht vorschweben, muß seinenGeist entflammen, seine Schritte leiten, und ihn zu un-sterbliche» Thaten hinreisten.

Ein übertriebener und übel geordneter Ehrgeiz hingegen,woraus das falsche Point ä'iionneur entspringt, ist derFehler, wo man die Ehre zu seiner lezten Absicht macht,und ihr alles andre aufopfert. Zwar kann nicht gclaugnetwerden, daß aus dieser Leidenschaft zu allen Zeiten vielegroße und nüzliche Handlungen entsprungen sind; daß sieaber dessen ungeachtet nach der christlichen Lehre Sündesey, erhellet nicht nur aus deutlichen SchriststellcN, sondernauch insonderheit daraus, weil sie mit Herrschsucht, mitFeindschaft gegen jeden Nebenbuhler, mit allerley oft sehrniedrigen Künsten, mit Gleichgültigkeit gegen Vermögen,Gesundheit und Leben, mit Vernachlässigung solcher Pflich-ten, deren Beobachtung kein Aufsehen macht, und endlichmit siater Unruhe des Geistes, verbunden zu seyn pflegt.Aus dem Ehrgeiz entstehen Eitelkeit oder derjenige Fehler,wo man blos die Zeichen der Ehre mit einem Eifer sucht,der ihnen alles andre aufopfert. Nach allem, was Aufse-he» machen, oder ein Merkmal von Achtung und Beyfall