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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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wird sie vom Volk aufs Volk und vom Vater auf das Kindgepflanzct. Allem wie die Tugend bey den Sterblichenselten allein verehret wird, so schweifen dieselben auch i„dieser Begierde auS, und die Ehrbegierdc wird ein Lasier,da sie allein eine Tugend seyn sollte. Ich weiß zwar wohl,daß die Ehrsucht die Hauptleidcnschaft derjenigen seyn solle,die man in der Welt große und edle Seelen nennet. Esgibt aber eine Ehre, die selbst im Schoose der Tugend wach-set, und die derselben folget, wieder Schatten dein Körper.Es gibt eine gewisse Art der Reputation, die mitten untergroßen und rühmlichen Thaten angetroffen wird, und diedurch eine genaue Beobachtung unsrer Pflichten, sowohl i»Ansehung der Religion, als der Gesellschaft unterhaltenwird.

Den Klugen und Rechtschaffnen gefallen wollen, ist si'irsich löblich. Ihr Beyfall vergnügt und stärkt die Seele zuneuen guten Unternehmungen. Der Trieb nach Ehre bleibtalso so lange eine natürliche gute Anleitung zu löblichen Be-mühungen, als er von der Vernunft zu seiner Absicht gehö-rig geleitet, auf wahre Verdienste und gute Eigenschaftengerichtet, und durch Demuth und Unterwerfung gegen Gottgeordnet und regiert wird; und er wird nur alsdann eineQuelle von Thorheiten und Lastern, wann er sich der Herr-schaft der Vernunft entreißt, in eine heftige Leidenschaftausartet und die Absicht verkehrt. Auch bleibt der guteName, in so fern er die Rechtschaffcnhcit des Herzens, diealle Menschen besizen sollen, voraus sezcc, allezeit Pflichtfür uns; denn wir können nicht gut seyn, wenn wir ihn»licht wünschen und eifrig suchen. ES muß aber der innereBeyfall unsers Gewissens, daß wir nach den Gesezen derVernunft und Tugend' auf die redlichste und beste Art zuhandeln trachte», allezeit vorhergehen, wenn der Ruhm